Home Depot-Chef Ted Decker tritt krankheitsbedingt vorübergehend zurück
Der 63-jährige CEO des US-Baumarktriesen pausiert für mehrere Monate – zwei Führungskräfte übernehmen die Leitung.

Home Depot-Vorstandschef Ted Decker wird eine vorübergehende medizinische Auszeit nehmen. Das gab der US-amerikanische Baumarktkonzern am Mittwoch in einer offiziellen Mitteilung bekannt. Decker, der die Unternehmensführung im Jahr 2022 übernahm und derzeit 63 Jahre alt ist, soll voraussichtlich in den nächsten Monaten an seinen Posten zurückkehren.
Über den genauen Grund für die krankheitsbedingte Abwesenheit machte das Unternehmen keine Angaben. Eine Unternehmenssprecherin lehnte es ab, weitere Einzelheiten zu Deckers gesundheitlichem Zustand mitzuteilen. Damit bleibt die Natur der Erkrankung für die Öffentlichkeit und Investoren vorerst unklar.
Zwei Führungskräfte übernehmen das operative Geschäft
Während Deckers Abwesenheit wird die Unternehmensführung auf zwei erfahrene Manager aufgeteilt. Ann-Marie Campbell, Senior Executive Vice President für das US-Filialgeschäft und den operativen Betrieb, sowie Finanzvorstand Richard McPhail werden gemeinsam die Leitung des Tagesgeschäfts übernehmen. Diese Doppelspitze soll die Kontinuität im laufenden Betrieb sicherstellen.
Wie Home Depot in einer Pflichtmitteilung an die Aufsichtsbehörden bekannt gab, wurden die Vergütungsstrukturen von Campbell und McPhail im Zusammenhang mit ihren erweiterten Aufgaben nicht verändert. Eine zusätzliche finanzielle Entlohnung für die Übernahme der CEO-Aufgaben ist demnach nicht vorgesehen.
Home Depot: Einer der größten Baumarkthändler der Welt
Home Depot ist der größte Baumarkteinzelhändler der Vereinigten Staaten und zählt zu den bedeutendsten Einzelhandelskonzernen weltweit. Das Unternehmen betreibt Hunderte von Filialen in Nordamerika und ist an der New Yorker Börse unter dem Kürzel HD gelistet. Für deutsche Anleger, die in US-Einzelhandelsaktien investiert sind, ist Home Depot ein bekannter Name im Bereich Heimwerken und Baustoffe – vergleichbar mit Unternehmen wie Hornbach oder OBI auf dem deutschen Markt.
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Zur AktienanalyseTed Decker übernahm die CEO-Position im Jahr 2022 und führte das Unternehmen seitdem durch ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld, geprägt von Zinssteigerungen und einer Abkühlung des Immobilienmarktes in den USA. Sein vorübergehender Ausfall stellt das Unternehmen nun vor die Aufgabe, die Führungsverantwortung intern zu verteilen – was mit der Benennung von Campbell und McPhail offenbar geregelt wurde.
Die Entscheidung, keine Änderungen an den Vergütungsstrukturen vorzunehmen, signalisiert, dass Home Depot die Situation als temporär und beherrschbar einschätzt. Investoren und Marktbeobachter werden die Entwicklung dennoch aufmerksam verfolgen, da personelle Veränderungen an der Unternehmensspitze stets Fragen zur strategischen Kontinuität aufwerfen können.


