ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Intel-Aktie springt 11% nach Trump-Post über Apple-Deal

Ein Social-Media-Post von Donald Trump löste eine Kursrally aus – doch weder Apple noch Intel haben die Vereinbarung bisher bestätigt.

Intel-Aktie springt 11% nach Trump-Post über Apple-Deal

Die Aktie von Intel (INTC) legte am Donnerstag um rund 11% zu, nachdem US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social verkündet hatte, Apple habe „zugestimmt, mit Intel zusammenzuarbeiten, um seine Chips in Amerika zu entwerfen und zu bauen." Der Post löste eine kräftige Kursrally aus – doch die Substanz dahinter ist bislang unklar. Weder Apple noch Intel haben die angebliche Vereinbarung offiziell bestätigt, und über konkrete Bedingungen ist nichts bekannt.

Der Kurssprung ist Teil einer bemerkenswerten Entwicklung: In den vergangenen zwölf Monaten ist die Intel-Aktie um mehr als 500% gestiegen und hat den Marktwert des Unternehmens auf über 670 Milliarden US-Dollar gehoben. Trump verknüpfte die Meldung mit seinem erklärten Ziel, die Chipproduktion zurück in die USA zu holen – ein politisches Anliegen, das er zuletzt auch mit der Ansiedlung von Nvidia und Elon Musks geplanter Terafab-Chipfabrik in Intel-Werken in Verbindung gebracht hatte.

Was tatsächlich bekannt ist

Berichten zufolge hatten Apple und Intel bereits im Mai eine vorläufige Vereinbarung getroffen, wonach Intel einige von Apple entwickelte Chips fertigen soll. Auch diese Vereinbarung wurde nie offiziell kommuniziert. Apple hatte 2020 die Intel-Prozessoren in seinen Mac-Computern durch eigene Chip-Designs ersetzt. Eine aktuelle Zusammenarbeit würde also bedeuten, dass Intel als sogenannter Auftragsfertiger – im Fachjargon „Foundry" – für Apple-eigene Chip-Designs fungiert, und keine Rückkehr zu Intel-basiertem Silizium in Apple-Geräten darstellt.

Medienberichte deuten darauf hin, dass es sich dabei um ältere oder weniger leistungsstarke Apple-Chips handeln würde, deren Produktion erst für Ende 2027 erwartet wird. Die fortschrittlichsten Prozessoren von Apple sollen weiterhin beim weltgrößten Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) produziert werden.

Intel-CEO Lip-Bu Tan hatte im April während der Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen erklärt, wie das Unternehmen mit Foundry-Deals umgeht: „Wir haben nicht vor, den Kunden bekannt zu geben, es sei denn, der Kunde möchte es selbst bekannt geben." Ein präsidialer Social-Media-Post ist damit ein ungewöhnlicher Weg, um erstmals von einer solchen Vereinbarung zu erfahren.

Intels Turnaround macht Fortschritte

Unabhängig vom Apple-Deal zeigt der Turnaround von Intel messbare Ergebnisse. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 7% auf 13,6 Milliarden US-Dollar. Das Rechenzentrums- und KI-Geschäft wuchs sogar um 22%. Der Foundry-Umsatz legte im selben Zeitraum um 16% auf 5,4 Milliarden US-Dollar zu – allerdings machen externe Kunden bislang nur einen kleinen Teil davon aus. Intel selbst bleibt der Hauptnutzer der eigenen Fertigungskapazitäten.

Bemerkenswert ist auch das Engagement der US-Regierung: Im vergangenen August erwarb sie einen Anteil von rund 10% an Intel für 8,9 Milliarden US-Dollar – eine Position, die heute mehr als 50 Milliarden US-Dollar wert ist. Apple als Vorzeigekunden zu gewinnen, wäre für Intel ein strategischer Meilenstein, den das Unternehmen seit Jahren nicht mehr verbuchen konnte.

Bewertung lässt wenig Spielraum

Trotz der positiven Entwicklungen stellt sich für Anleger die entscheidende Frage: Ist die Intel-Aktie auf dem aktuellen Niveau ein Kauf? Bei einem Marktwert von über 674 Milliarden US-Dollar und einem Umsatz von rund 53 Milliarden US-Dollar in den vergangenen zwölf Monaten wird die Aktie mit mehr als dem 13-fachen des Umsatzes bewertet. Das ist ein hohes Bewertungsmultiple für einen zyklischen Chiphersteller.

Die Bewertung preist damit bereits einen erfolgreichen Turnaround und neue Großkunden wie Apple ein. Anleger sollten bedenken, dass der Auslöser der aktuellen Kursrally kein unterzeichneter Vertrag ist, sondern ein Social-Media-Post – hinter dem die beteiligten Unternehmen bislang nicht öffentlich stehen. Erst wenn Apple und Intel die Zusammenarbeit offiziell bestätigen und Intel beweist, dass es solche Kunden profitabel bedienen kann, dürfte eine fundiertere Einschätzung möglich sein.

Intel AktieApple Intel DealIntc KursIntel FoundryTrump ChipproduktionIntel TurnaroundChipfertigung Usa

Disclaimer