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Jefferies stuft Five Below auf „Buy" hoch – Kursziel $350

Die Investmentbank sieht 47% Aufwärtspotenzial und vergleicht den Discounter mit der Erfolgsgeschichte von TJX.

Jefferies stuft Five Below auf „Buy" hoch – Kursziel $350

Jefferies hat die Aktie des US-amerikanischen Discounters Five Below von „Hold" auf „Buy" hochgestuft und das Kursziel von 210 auf 350 US-Dollar angehoben. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 47% gegenüber dem zuletzt genannten Schlusskurs. Die Investmentbank begründet die Hochstufung damit, dass Anleger die strukturellen Verbesserungen des Unternehmens deutlich unterschätzen.

Ein zentraler Kritikpunkt der Analysten: Viele Marktteilnehmer konzentrierten sich zu stark auf den vorübergehenden Umsatzschub durch die populären „Squishy"-Produkte – weiche, sammelbare Spielzeugfiguren, die zuletzt einen regelrechten Trend ausgelöst hatten. Jefferies hingegen sieht hinter diesem Effekt eine tiefergehende, nachhaltige Transformation des Unternehmens.

Strukturwandel unter neuer Führung

Im Mittelpunkt der Analyse steht die Arbeit von CEO Winnie Park, unter deren Führung das Sortiment gezielt umgebaut wurde. Eine optimierte Produktauswahl, eine angepasste Preisgestaltung sowie die verstärkte Nutzung von Kundendaten sollen die Besucherfrequenz in den Filialen erhöhen und die Flächenproduktivität steigern. Das Kerngeschäft erzielte im ersten Quartal ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich – selbst wenn man den Sondereffekt durch den Squishy-Trend herausrechnet.

Bemerkenswert ist zudem, dass die Kundenfrequenz auch nach dem Höhepunkt des Squishy-Trends weiterhin mit einer Rate im hohen zweistelligen Prozentbereich gewachsen ist. Dies wertet Jefferies als Beleg dafür, dass die Verbesserungen struktureller und nicht kurzfristiger Natur sind. Der Umsatz pro Quadratmeter stieg im Geschäftsjahr 2026 um 11% – ein Wert, den die Analysten als Beginn eines mehrjährigen Produktivitätszyklus einordnen.

Gewinnwachstum soll Umsatz übertreffen

Jefferies erwartet, dass der Gewinn in den kommenden Jahren schneller wachsen wird als der Umsatz. Treiber dafür sind laut den Analysten eine höhere Flächenproduktivität, geringere Inventurdifferenzen, Effizienzgewinne in der Beschaffung sowie die sogenannte Fixkostenregression – also die Verteilung fixer Kosten auf eine wachsende Umsatzbasis. Im Basisszenario prognostiziert Jefferies eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) des Gewinns pro Aktie von 27% bis zum Geschäftsjahr 2029. Selbst das pessimistische Bear-Case-Szenario sieht noch eine CAGR von 24% vor.

In Kombination mit einem jährlichen Filialwachstum im hohen einstelligen Bereich erwartet das Brokerhaus, dass die Produktivitätsgewinne bis zum Geschäftsjahr 2029 ein zweistelliges Umsatzwachstum unterstützen werden. Die EPS-Prognosen von Jefferies für die Geschäftsjahre 2028 und 2029 liegen dabei um 18% beziehungsweise 21% über dem Marktkonsens.

Vergleich mit TJX und Bewertungspotenzial

Als historisches Vorbild zieht Jefferies den US-Einzelhändler TJX heran, der durch eine ähnliche produktivitätsgetriebene Expansion eine deutliche Neubewertung seiner Aktie erfahren hat. Five Below werde derzeit mit etwa dem 22-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt – deutlich unter dem historischen Durchschnitt von rund 28. Sollten Anleger davon überzeugt werden, dass die Produktivitätsgewinne nachhaltig sind, sieht Jefferies erheblichen Spielraum für eine Neubewertung der Aktie.

Zusätzlich hebt das Brokerhaus das Expansionspotenzial von Five Below hervor. Das Unternehmen betreibt derzeit rund 1.970 Filialen und hat sich ein Ziel von mehr als 3.500 Standorten gesetzt. Das bedeutet, dass noch rund 1.430 neue Filialen eröffnet werden könnten – insbesondere in den Märkten im Westen der USA besteht laut Jefferies erheblicher Spielraum für weiteres Wachstum.

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