Juventus-Aktie auf Talfahrt
Verluste, Kapitalerhöhungen und rechtliche Probleme: Juventus Turins Kampf ums Überleben in der Fußballwelt

Die Juventus Turin-Aktie erlebte am Montag erneut einen drastischen Absturz, wobei der Aktienkurs zeitweise um weitere 16 Prozent auf unter 0,24 Euro fiel. Diese Entwicklung folgte auf die Veröffentlichung der Finanzergebnisse des italienischen Fußball-Rekordmeisters für die vergangene Saison, bei der ein Verlust von 123,7 Millionen Euro ausgewiesen wurde. Dies ist bereits das zweite Jahr in Folge, in dem Juventus massive Verluste verzeichnet. In der vorherigen Saison betrug der Rekordverlust sogar 239,3 Millionen Euro.
Um ihre Liquidität zu erhalten, kündigte Juventus Turin nach Börsenschluss am Freitag eine Kapitalerhöhung von 200 Millionen Euro an. Solche Kapitalerhöhungen haben jedoch den Nachteil, dass sie die Anteile der bestehenden Aktionäre verwässern.
Die finanzielle Lage des Vereins, der 36-mal italienischer Fußballmeister wurde, steht auch im Mittelpunkt eines Gerichtsverfahrens. Die Turiner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen mutmaßlicher Bilanzfälschung. Dieses rechtliche Problem verschärft die ohnehin schon schwierige wirtschaftliche Situation des Vereins.
In der vergangenen Saison wurde Juventus Turin in der heimischen Liga aufgrund von Unregelmäßigkeiten und Finanztricks mit Punktabzug und Geldstrafen belegt. Dies führte zu einem Imageverlust und weiteren finanziellen Belastungen für den Verein. Im Vergleich dazu kostete die Juventus-Aktie Anfang 2020 noch mehr als einen Euro.
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Zur AktienanalyseDie jüngsten Entwicklungen werfen ernsthafte Fragen zur finanziellen Stabilität und Zukunftsfähigkeit eines der bekanntesten Fußballvereine der Welt auf. Fans, Investoren und die Fußballwelt insgesamt werden die kommenden Monate genau beobachten, um zu sehen, ob Juventus Turin in der Lage ist, seine wirtschaftlichen Probleme zu bewältigen und auf den Erfolgspfad zurückzukehren.


