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Kalshi: Perpetual-Futures erzielen Milliarden-Volumen in einer Woche

Die US-Prognosemarkt-Plattform Kalshi verzeichnet mit ihren neu gestarteten Krypto-Perpetual-Futures ein rekordverdächtiges Handelsvolumen.

Kalshi: Perpetual-Futures erzielen Milliarden-Volumen in einer Woche

Die Prognosemarkt-Plattform Kalshi hat mit ihren neu eingeführten Krypto-Perpetual-Futures innerhalb einer einzigen Woche ein Handelsvolumen von über einer Milliarde US-Dollar erzielt. Das Unternehmen teilte diese Zahlen exklusiv dem US-Sender CNBC mit. Bereits in den ersten 24 Stunden nach dem offiziellen Start am Mittwoch wurden mehr als 100 Millionen US-Dollar umgesetzt.

Bei den genannten Volumina handelt es sich um Nominalwerte. Das bedeutet, dass der Hebel, den Trader in ihren Kontrakten einsetzen, in dieser Zahl bereits enthalten ist. Dennoch unterstreicht das Ergebnis die enorme aufgestaute Nachfrage nach dieser Produktkategorie in den USA.

Was sind Perpetual-Futures?

Perpetual-Futures – im Fachjargon auch „Perps" genannt – sind Terminkontrakte ohne Verfallsdatum. Sie ermöglichen es Tradern, auf den Preis eines Vermögenswerts zu spekulieren, ohne diesen tatsächlich besitzen zu müssen. Die Kontrakte bilden den Preis eines Assets kontinuierlich ab. Sogenannte Funding Payments – regelmäßige Finanzierungszahlungen zwischen Käufern und Verkäufern – sorgen dabei dafür, dass der Kontraktpreis stets nah am tatsächlichen Marktpreis bleibt.

Laut Bank of America weist diese Anlageklasse weltweit ein jährliches Handelsvolumen von über 90 Billionen US-Dollar auf. Bislang gab es in den USA jedoch keine regulierte Möglichkeit, solche Kontrakte zu handeln – bis Kalshi den Markt öffnete.

Regulatorischer Durchbruch für den US-Markt

Kalshi erhielt am 29. Mai die aufsichtsrechtliche Genehmigung der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und ist damit das erste Unternehmen in den USA, das Perp-Kontrakte offiziell anbieten darf. Am selben Tag erhielt auch die Kryptobörse Coinbase die Genehmigung der Regulierungsbehörden, ihren US-Nutzern über eine Tochtergesellschaft Zugang zu globalen Perpetual-Kontrakten zu ermöglichen.

Die aufgestaute Inlandsnachfrage zeigte sich unmittelbar nach dem Launch. Laut einem Unternehmenssprecher umfasste die Warteliste für den Zugang zu Perps auf der Kalshi-Plattform zeitweise mehr als eine Million Personen. Das Produkt gilt intern als das am schnellsten wachsende in der gesamten Unternehmensgeschichte.

Zum Vergleich: Kalshi benötigte 40 Monate, um bei seinen ursprünglichen Ereigniskontrakten – dem Kernprodukt der Plattform – ein kumuliertes Handelsvolumen von einer Milliarde US-Dollar zu erreichen. Die Perpetual-Futures markieren damit den größten Produktstart in der Geschichte des Unternehmens seit der Einführung seiner Prognosemärkte.

Für deutsche Privatanleger ist dieser Markt derzeit nicht direkt zugänglich, da Kalshi ausschließlich in den USA reguliert ist und operiert. Die Entwicklung zeigt jedoch, wie stark das globale Interesse an regulierten Derivateprodukten auf Kryptobasis wächst – und könnte mittelfristig auch europäische Regulatoren unter Druck setzen, ähnliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

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