ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

KKR begrenzt Rücknahmen bei Private-Credit-Fonds K-FIT

Rückkaufanträge in Höhe von 6,3 Prozent der ausstehenden Aktien zwingen KKR zum Handeln.

KKR begrenzt Rücknahmen bei Private-Credit-Fonds K-FIT

Der KKR FS Income Trust (K-FIT), eine nicht börsennotierte Business Development Company des Finanzinvestors KKR, hat im ersten Quartal 2026 die Rücknahmen für Anleger gedeckelt. Wie aus einem Aktionärsbrief vom Dienstag hervorgeht, erreichten die Rückkaufanträge rund 6,3 Prozent der ausstehenden Aktien – ein deutlicher Anstieg, der das Management zum Eingreifen zwang. Der Fonds plant, davon lediglich etwa 80 Prozent zu bedienen.

Anders verhält sich die Schwesterstrategie KKR FS Income Trust Select (K-FITS): Dort wurden alle eingereichten Rücknahmeanträge vollständig bedient, die sich auf rund 3,7 Prozent der Anteile beliefen. Zudem überstiegen bei K-FITS die Neuzeichnungen im Quartal die Rücknahmeanträge der Anleger. Die annualisierte Nettorendite des Fonds lag zum 28. Februar bei 9,82 Prozent.

Das Portfolio von K-FITS setzt sich zu etwa 71 Prozent aus direkten Kreditvergaben in den USA zusammen. Weitere 25 Prozent entfallen auf Asset-Based Finance, also besicherungsbasierte Finanzierungen, der Rest auf gehandelte Kredite.

Branchenweiter Druck auf Private-Credit-Fonds

Die Entwicklung bei KKR ist kein Einzelfall. Private-Credit-Fonds sehen sich branchenweit mit einem sprunghaften Anstieg der Rücknahmeanträge konfrontiert. Anleger zeigen wachsende Bedenken hinsichtlich Bewertungen, Liquidität und der finanziellen Verfassung der Kreditnehmer in dem rund zwei Billionen US-Dollar schweren Sektor.

Große Vermögensverwalter begrenzen Auszahlungen in der Regel auf etwa fünf Prozent des Fondsvermögens pro Quartal, um Notverkäufe illiquider Vermögenswerte zu verhindern. Anbieter wie BlackRock, Ares und Morgan Stanley hielten zuletzt an diesen Obergrenzen fest. Blackstone und Oaktree hingegen gingen zeitweise über die üblichen Limits hinaus, um den Liquiditätsbedarf ihrer Anleger zu decken.

Für deutsche Privatanleger, die zunehmend in Private-Credit-Produkte investieren, verdeutlicht der Fall KKR ein zentrales Strukturmerkmal dieser Anlageklasse: Im Gegensatz zu börsennotierten Fonds sind Rückgaben nicht jederzeit garantiert. Gerade in Stressphasen können Rücknahmebeschränkungen greifen – ein Liquiditätsrisiko, das bei der Portfolioplanung berücksichtigt werden sollte.

KKRPrivate CreditK-FITRücknahmenBusiness Development Company

Disclaimer