KPMG ist das erste Big-Four-Unternehmen, das angesichts der Konjunkturabschwächung in den USA Personal abbaut
Kürzungen im Beratungsgeschäft werden 700 Mitarbeiter betreffen

KPMG baut in den USA nach einer starken Abschwächung des Beratungsgeschäfts fast 2 Prozent seines Personals ab und ist damit das erste der Big Four Wirtschaftsprüfungsunternehmen, das auf die schwächere Konjunktur mit einem systematischen Stellenabbau reagiert.
Die Kürzungen, von denen fast 700 Personen betroffen sind, wurden am Mittwoch intern von Carl Carande, dem stellvertretenden Vorsitzenden des US-Beratungsgeschäfts von KPMG, angekündigt.
Der Stellenabbau sei notwendig, um "unsere Belegschaft besser auf die aktuelle und erwartete Marktnachfrage abzustimmen", erklärte er in einem Memo an die Mitarbeiter.
Wie andere Big-Four-Unternehmen hat auch KPMG mit dem Einbruch der Fusions- und Übernahmeaktivitäten zu kämpfen, der sich auf das Beratungsgeschäft auswirkt, sowie mit der nachlassenden Nachfrage nach IT- und Strategieberatung.
EY beispielsweise strich unter Berufung auf das äußere Umfeld die Urlaubsgelder für seine US-Mitarbeiter, und die Unternehmen haben die Zahl der Neueinstellungen drastisch gesenkt. Laut der jüngsten monatlichen Umfrage des Aktienforschungsunternehmens William Blair sind die Stellenausschreibungen der großen Vier um 50 Prozent niedriger als vor einem Jahr.
KPMG hatte versucht, die Kosten zu senken, indem es den Eintrittstermin für Neueinstellungen verschob, die Reisebudgets kürzte und einige Berater in die Bereiche Wirtschaftsprüfung und Steuern versetzte.
"Trotz dieser Bemühungen haben wir weiterhin mehr Mitarbeiter als nötig, um die aktuelle Nachfrage zu decken", schrieb Carande in der Mitteilung. Die Kürzungen verteilen sich auf die USA und das gesamte Beratungsgeschäft, betreffen aber keine Partner.
Die Big Four haben nach der Coronavirus-Pandemie eine große Zahl von Mitarbeitern eingestellt, da die Nachfrage nach IT-Beratung und Geschäftsabschlüssen stark gestiegen ist. Obwohl die Zahl der Mitarbeiter von KPMG in den USA weniger stark anstieg als die der Konkurrenten, erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten laut dem jüngsten öffentlichen Bericht des Unternehmens bis Ende 2021 um mehr als 2.000 auf 35.266.
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Zur Aktienanalyse"Wir haben eine anhaltende Unsicherheit erlebt, die sich auf bestimmte Teile unseres Beratungsgeschäfts auswirkt, die in den letzten Jahren für ein überdurchschnittliches Wachstum gesorgt haben", so KPMG.
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