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Kuwait liefert erstmals seit Iran-Krieg wieder Rohöl nach Asien

Kuwait Petroleum Corp. bietet chinesischen und südkoreanischen Raffinerien mindestens 4 Millionen Barrel Rohöl an – ein klares Signal der Normalisierung.

Kuwait liefert erstmals seit Iran-Krieg wieder Rohöl nach Asien

Kuwait bietet asiatischen Raffinerien erstmals seit Beginn des Iran-Krieges wieder Rohöl zum Kauf an. Die staatliche Kuwait Petroleum Corp. hat Raffinerien in China und Südkorea mindestens 4 Millionen Barrel der wichtigsten Exportsorte des Landes angeboten. Das Rohöl wird auf zwei sehr großen Rohöltankern transportiert, wie Bloomberg am Dienstag berichtete.

Das Angebot ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass die Ölströme der Produzenten am Persischen Golf trotz der Drohungen Teherans gegen den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder zunehmen. Die Entwicklung geht mit einer verstärkten Koordinierung der Durchfahrten durch die USA einher. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate haben zuletzt Millionen Barrel Öl aus dem Persischen Golf an asiatische Raffinerien verkauft.

Straße von Hormus als entscheidende Engstelle

Die Straße von Hormus gilt als eine der strategisch bedeutsamsten Wasserstraßen der Welt. Rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Rohöls passieren diesen engen Meeresarm zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel. Drohungen des Iran, die Durchfahrt zu blockieren, haben in der Vergangenheit regelmäßig für Spannungen an den Ölmärkten gesorgt.

Kuwait ist der fünftgrößte Ölproduzent der Region. Das Rohöl des Landes wird an Standorten tief im Persischen Golf verladen, sodass Tanker zwingend die Straße von Hormus passieren müssen, um die Weltmärkte zu erreichen. Die nun angebotenen Mengen haben die Wasserstraße laut dem Bericht bereits verlassen und können schnell an asiatische Häfen geliefert werden.

Liefermengen noch unter Vorkriegsniveau

Trotz der positiven Signale bleibt die Lage angespannt. Die Liefermengen aus dem Persischen Golf liegen weiterhin deutlich unter dem Niveau von vor dem Krieg. Die Wiederaufnahme der Lieferungen durch Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate zeigt jedoch, dass sich die Warenströme durch die Straße von Hormus schrittweise wieder zu öffnen beginnen.

Für deutsche und europäische Energiemärkte ist die Entwicklung am Persischen Golf von erheblicher Bedeutung. Störungen in der Straße von Hormus wirken sich direkt auf den globalen Ölpreis aus und können die Energiekosten für Verbraucher und Industrie weltweit beeinflussen. Die schrittweise Normalisierung der Ölströme aus Kuwait und den Emiraten dürfte daher auch an den europäischen Rohstoffmärkten aufmerksam verfolgt werden.

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