Liftoff Mobile strebt bei US-Börsengang Bewertung von 3,7 Milliarden Dollar an
Das von Blackstone unterstützte Unternehmen plant einen erneuten IPO-Anlauf nach gescheitertem ersten Versuch an der Nasdaq.

Das von Blackstone unterstützte Unternehmen Liftoff Mobile hat am Freitag seine Pläne für einen US-Börsengang bekannt gegeben. Das in Redwood City, Kalifornien, ansässige Unternehmen strebt dabei eine Bewertung von bis zu 3,66 Milliarden Dollar an – ein erneuter Versuch, nachdem ein erster IPO-Anlauf abgebrochen worden war.
Liftoff beabsichtigt, bis zu 418 Millionen Dollar einzunehmen, indem es 19 Millionen Aktien zu einem Preis zwischen 20 und 22 Dollar pro Stück anbietet. Damit liegt das angestrebte Emissionsvolumen deutlich unter dem ursprünglichen Ziel: Beim ersten Anlauf hatte das Unternehmen noch bis zu 762 Millionen Dollar einzunehmen gehofft.
Schwieriges Marktumfeld für Software-Börsengänge
Der erneute Vorstoß erfolgt zu einem herausfordernden Zeitpunkt. Der Markt für Neuemissionen wurde zuletzt von einem breiten Ausverkauf bei softwareorientierten Unternehmen getroffen. Investoren betrachten viele dieser Firmen als anfällig für Disruptionen durch die rasanten Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz – ein Faktor, der die Bewertungsmatrizen für Softwareaktien erheblich belastet hat.
Große Software-Börsengänge blieben in diesem Jahr daher weitgehend aus. Das Angebot von Liftoff soll nun als Stimmungstest dienen, ob das Interesse an Software-Notierungen an den öffentlichen Märkten zurückkehrt. Nach dem ersten Rückzug von Liftoff hatte zusätzliche Nervosität den IPO-Markt erfasst, da starke Schwankungen infolge des Iran-Krieges die Risikobereitschaft bei Aktien belasteten. Die Hoffnung auf einen kurzlebigen Konflikt hat die Aktienmärkte jedoch wieder nach oben getrieben.
Josef Schuster, CEO von IPOX, ordnet die Bedeutung des Börsengangs ein: „Wenn es dem Unternehmen gelingt, den Börsengang erfolgreich durchzuführen, sollte dies den Weg für ähnliche Firmen an den Markt ebnen." Schuster ergänzte: „Es könnte auch bedeuten, dass der aktuelle Optimismus und die starke Risikobereitschaft für Börsengänge insgesamt die potenzielle negative Stimmung rund um die Bewertungsmatrizen für Softwareaktien überwiegen, die so stark von der Angst vor KI beeinflusst wurden."
Hintergrund: Entstehung durch Blackstone-Fusion
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Zur AktienanalyseLiftoff Mobile entstand im Jahr 2021, als der Finanzinvestor Blackstone seine beiden Portfoliogesellschaften Liftoff und Vungle miteinander fusionierte. Das Unternehmen bietet Marketing- und Monetarisierungstools für Entwickler mobiler Apps an und unterstützt diese bei der Nutzerakquise sowie der Steigerung des Nutzerengagements – ein Geschäftsmodell, das im wachsenden Markt für mobile Anwendungen angesiedelt ist.
Als gemeinsame Konsortialführer für das Angebot fungieren die Investmentbanken Goldman Sachs, Jefferies und Morgan Stanley. Im Anschluss an den Börsengang strebt Liftoff eine Notierung an der Nasdaq unter dem Tickersymbol „LFTO" an. Ob der zweite Anlauf gelingt, dürfte nicht nur für Liftoff selbst, sondern für den gesamten Software-IPO-Markt richtungsweisend sein.


