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Morgan Stanley warnt: Trump-Politik könnte Dollar-Dominanz gefährden

Die Investmentbank Morgan Stanley sieht die globale Rolle des US-Dollars unter Druck. Politische Entscheidungen der Trump-Administration zu Schulden, Handel und Sanktionen könnten die Entdollarisierung beschleunigen.

Morgan Stanley warnt: Trump-Politik könnte Dollar-Dominanz gefährden

Die US-Investmentbank Morgan Stanley warnt vor einer möglichen Beschleunigung der Entdollarisierung durch die Politik von Präsident Donald Trump. In einem aktuellen Bericht bezeichnen die Analysten die politische Unsicherheit als "neutral bis leicht beschleunigend" für den Übergang weg vom Dollar.

Die Bank identifiziert mehrere kritische Faktoren: Trumps Schuldenpolitik, seine Handelsstrategie mit Zöllen als Druckmittel, der Einsatz von Sanktionen sowie Spannungen mit traditionellen Verbündeten. Besonders die aktuelle Konfrontation mit europäischen Ländern wegen Grönland und die Belastung der NATO-Allianz könnten weitreichende Folgen haben.

Gold als größter Herausforderer

Erstmals seit 1996 halten ausländische Zentralbanken mehr Gold als US-Staatsanleihen. Der Wert der Goldreserven beträgt rund 4 Billionen Dollar, während die US-Anleihen bei 3,9 Billionen Dollar liegen. Der Goldpreis hat sich in den letzten 18 Monaten verdoppelt und notiert auf Rekordhochs.

Morgan Stanley bezeichnet Gold als den "größten Herausforderer" für den Dollar, auch wenn es keine offensichtliche alternative globale Reservewährung gibt. Der internationale Status des Dollars folge bereits seit 25 Jahren einem allmählichen Abwärtstrend.

NATO-Zerfall als Risikofaktor

Besonders brisant: Frühere Analysen der Bank zeigen, dass militärische Allianzen die Reserven der Führungswährung um etwa 30 Prozentpunkte steigern können. Ein Zerfall der NATO wäre daher besonders nachteilig für den Dollar.

Allerdings identifiziert Morgan Stanley auch gegenläufige Effekte. Ein zunehmend unsicheres geopolitisches Umfeld könnte eine "Flucht in Qualität" auslösen und die Nachfrage nach dem Dollar als sicheren Hafen verstärken.

Institutionelle Unabhängigkeit unter Druck

Zusätzliche Sorgen bereiten den Analysten die US-Verschuldung und deren Nachhaltigkeit sowie der politische Druck auf die Federal Reserve. Die Unabhängigkeit wichtiger US-Institutionen gilt als entscheidend für das Vertrauen in den Dollar.

Die Bank betont, dass die kurzfristige Entwicklung dieser Faktoren "wahrscheinlich entscheidend für die Bestimmung des Ausmaßes dieser Verschiebung" sein wird. Der Bericht erschien vor Trumps Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos, bei der eine Bekräftigung seiner Grönland-Pläne erwartet wurde.

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