NASA präsentiert bahnbrechenden X-59 Überschalljet
Ein leiser Überschallflug ohne Knall: Die Zukunft des Flugverkehrs nimmt Form an

Die Ära der Concorde mag wirtschaftlich kein Erfolg gewesen sein und ist durch die schreckliche Katastrophe im Jahr 2000 in trauriger Erinnerung geblieben, doch die Faszination für den Überschallflug hat sich bis heute gehalten. Die NASA plant nun, ein neues Kapitel in der Geschichte des Überschallflugs aufzuschlagen, indem sie ihr neues Projekt, den X-59, der Öffentlichkeit vorstellt. Dieser Überschalljet wurde 2018 beim Rüstungskonzern Lockheed Martin in Auftrag gegeben und soll die Zukunft des Überschallflugs revolutionieren.
Der X-59 beeindruckt durch seine futuristische Erscheinung, etwa 30 Meter lang und zehn Meter breit, mit einer spitzen Nase und einer türkisfarbenen Außenhaut. Doch seine wahre Innovation liegt in seiner Fähigkeit, ohne den berüchtigten Überschall-Knall zu fliegen. Dieser laute Knall entsteht, wenn ein Flugzeug die Schallmauer durchbricht und die Schallgeschwindigkeit in der Umgebung des Flugzeugs überschreitet. Der X-59 ist darauf ausgelegt, diesen Knall zu vermeiden und somit den Überschallflug leiser und sicherer zu gestalten.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat zivile Überschallflüge über den USA bis auf Weiteres verboten, da sie viele Menschen beunruhigen und stören. Der X-59 soll jedoch in einer Höhe von etwa 16 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von rund 1500 Kilometern pro Stunde fliegen und lediglich ein Geräusch erzeugen, das so laut ist wie das Zuschlagen einer Autotür. Lockheed Martin erhielt rund 250 Millionen Dollar von der NASA für die Entwicklung dieses Flugzeugs, das nun bei Flügen über ausgewählten Regionen der USA Daten sammeln wird.
Der X-59 könnte eine Rückkehr des Überschallflugs bedeuten, rund 20 Jahre nach dem Ende der legendären Concorde. Dieses schneeweiße Überschallflugzeug mit seinen Deltaflügeln und der spitzen Nase war einst das Nonplusultra für Reisen zwischen Paris, London und New York. Es ermöglichte Jetsettern und Topmanagern, binnen dreieinhalb Stunden von Europa nach New York zu fliegen, ein bemerkenswertes technologisches Wunder seiner Zeit.
Die Concorde geriet jedoch in Verruf, nachdem es im Juli 2000 zu einer tragischen Katastrophe kam, bei der eine Concorde kurz nach dem Start in Paris abstürzte, 109 Menschen an Bord sowie vier am Boden starben. Dieses Unglück, ausgelöst durch einen auf der Startbahn liegenden Metallstreifen, markierte den Anfang vom Ende der "Königin der Lüfte". Zusätzlich führten die Luftfahrtkrise nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und steigende Wartungskosten dazu, dass die Concorde 2003 ihren letzten Flug hatte.
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Zur AktienanalyseTrotz des traurigen Endes der Concorde blieb die Faszination für den Überschallflug bestehen, und verschiedene Unternehmen arbeiten an neuen Überschall-Jets. Neben der NASA und Lockheed Martin ist auch das US-Start-up Boom mit seinem Projekt "Overture" für bis zu 55 Passagiere in der Entwicklung. United Airlines hat bereits Flugzeuge bei Boom bestellt, und die Fluggesellschaft hofft darauf, die Ticketpreise auf das Niveau der heutigen Business Class senken zu können.
Auch die US-Firma Aerion entwickelt mit Unterstützung von Airbus einen Geschäftsflieger für bis zu zwölf Passagiere, der die anderthalbfache Schallgeschwindigkeit erreichen soll. Diese neuen Projekte könnten die Zukunft des Luftverkehrs revolutionieren und die Welt ein weiteres Mal verändern, indem sie Reisen schneller und effizienter gestalten und den Traum vom Überschallflug neu beleben.


