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Ölpreise fallen nach Einigung auf Energie-Waffenruhe

Russlands Zugeständnis könnte Angebot steigern, Nahost-Konflikt bleibt Unsicherheitsfaktor

Ölpreise fallen nach Einigung auf Energie-Waffenruhe

Die Ölpreise sind am Mittwoch gesunken, nachdem Russland einem Vorschlag von US-Präsident Donald Trump zugestimmt hatte, vorübergehend Angriffe auf Energieinfrastrukturen in der Ukraine einzustellen. Diese Vereinbarung könnte dazu führen, dass mehr russisches Öl auf den globalen Markt gelangt. Die Preise für Brent-Rohöl-Futures gaben um 19 Cent oder 0,3 Prozent auf 70,37 US-Dollar pro Barrel nach. US-West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um 20 Cent oder 0,3 Prozent auf 66,70 US-Dollar pro Barrel.

Der russische Präsident Wladimir Putin stimmte am Dienstag zu, die Angriffe auf ukrainische Energieanlagen einzustellen, lehnte jedoch eine vollständige 30-tägige Waffenruhe ab, die Trump angestrebt hatte. Marktanalysten sehen in diesem Schritt eine potenzielle Entspannung der Lage, was das Risiko weiterer Störungen der Ölversorgung verringern könnte. Russland zählt zu den größten Öllieferanten weltweit, doch die Produktion des Landes ist seit Kriegsbeginn aufgrund von Sanktionen zurückgegangen. Ein möglicher Waffenstillstand könnte zu einer Lockerung dieser Sanktionen führen, was die Angebotslage auf dem Ölmarkt verbessern und die Preise stabilisieren könnte.

Die Marktstimmung wurde zudem durch wirtschaftspolitische Entscheidungen der USA beeinflusst. Die dort verhängten Zölle auf Importe aus Kanada, Mexiko und China schürten Sorgen vor einer Rezession, die sich dämpfend auf die Nachfrage nach Rohöl auswirken könnte. Analysten von Goldman Sachs betonten in einer Mitteilung am Mittwoch, dass trotz zunehmender Spannungen im Nahen Osten die Marktteilnehmer weiterhin auf fallende Preise fokussiert blieben. Die mittelfristigen Risiken für die Preisprognosen seien aufgrund der eskalierenden Handelspolitik und der hohen Ersatzkapazitäten nach unten gerichtet.

Trump kündigte an, die militärischen Operationen gegen die Huthi-Rebellen im Jemen fortzusetzen und erklärte, er werde Iran für etwaige Angriffe dieser Gruppe zur Verantwortung ziehen. Die Huthis haben in der Vergangenheit die Schifffahrt im Roten Meer wiederholt gestört. Gleichzeitig verschärfte sich der Konflikt in Gaza. Nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörden töteten israelische Luftangriffe mindestens 200 Menschen, womit eine einwöchige Waffenruhe endete und die Risiken für die Ölversorgung in der Region weiter anstiegen.

In den USA zeigten neue Daten zu den Rohölbeständen ein gemischtes Bild. Marktquellen zufolge stiegen die Rohölvorräte in der Woche bis zum 14. März um 4,59 Millionen Barrel, während die Benzinbestände um 1,71 Millionen Barrel und die Destillatvorräte um 2,15 Millionen Barrel sanken. Offizielle Regierungszahlen wurden für späteren Mittwoch erwartet.

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