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OPEC+ erwartet sinkende Ölnachfrage im zweiten Quartal 2026

Förderorganisation prognostiziert Rückgang auf 42,20 Millionen Barrel pro Tag – Entscheidung über Produktionserhöhungen steht bevor.

OPEC+ erwartet sinkende Ölnachfrage im zweiten Quartal 2026

Die OPEC+ rechnet für das zweite Quartal 2026 mit einer geringeren Nachfrage nach ihrem Rohöl. Laut aktuellem Monatsbericht wird die weltweite Nachfrage durchschnittlich 42,20 Millionen Barrel pro Tag (bpd) betragen, nach 42,60 Millionen bpd im ersten Quartal. Die Prognosen blieben im Vergleich zum Vormonatsbericht unverändert.

Die Förderallianz aus OPEC-Staaten, Russland und weiteren Verbündeten hatte 2025 nach jahrelangen Produktionskürzungen mit der Ausweitung der Ölförderung begonnen. Angesichts drohender Überversorgung des Marktes pausierte die Gruppe die Fördererhöhungen jedoch im ersten Quartal 2026. Am 1. März treffen sich acht OPEC+-Mitglieder, um über eine mögliche Wiederaufnahme der Produktionssteigerungen ab April zu entscheiden.

Optimistische Nachfrageprognosen

Die OPEC hält an ihren vergleichsweise optimistischen Prognosen für die globale Ölnachfrage fest. Für 2026 erwartet die Organisation einen Anstieg um 1,38 Millionen bpd, für 2027 um 1,34 Millionen bpd. Diese Schätzungen liegen deutlich über den Erwartungen anderer Analysten wie der Internationalen Energieagentur, was auf unterschiedliche Einschätzungen der wirtschaftlichen Entwicklung und Energiewende hinweist.

Im Januar 2026 förderte die OPEC+ insgesamt 42,45 Millionen bpd – ein Rückgang von 439.000 bpd gegenüber dem Vormonat. Laut OPEC-Bericht resultierten die Produktionsrückgänge hauptsächlich aus niedrigeren Fördermengen in Kasachstan, Russland, Venezuela und dem Iran.

Marktbalance im Fokus

Die zurückhaltende Förderpolitik der OPEC+ zielt darauf ab, ein Überangebot am Ölmarkt zu verhindern und die Preise zu stabilisieren. Die Entscheidung Anfang März wird richtungsweisend für die Ölpreisentwicklung im zweiten Quartal sein. Anleger und Marktteilnehmer beobachten die Situation aufmerksam, da ein zu hohes Angebot die Preise unter Druck setzen könnte, während eine zu restriktive Politik das globale Wirtschaftswachstum belasten würde.

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