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Saks-Stylist verklagt Luxuskaufhaus nach Betrugsvorwürfen

Ein langjähriger Stilberater von Saks Fifth Avenue steht im Zentrum eines Betrugsverfahrens über 400.000 Dollar. Der ehemalige Mitarbeiter wehrt sich nun mit einer Klage gegen seinen früheren Arbeitgeber.

Saks-Stylist verklagt Luxuskaufhaus nach Betrugsvorwürfen

Ein ehemaliger Stilberater des Luxuskaufhauses Saks Fifth Avenue hat seinen früheren Arbeitgeber verklagt. Suhail Kwatra, der zwei Jahrzehnte lang im Bostoner Saks-Geschäft im Prudential Center tätig war, wirft dem Unternehmen Vergeltungsmaßnahmen vor. Der Hintergrund: Kwatra hatte ein Stellenangebot einer konkurrierenden Kaufhauskette erhalten.

Die Anschuldigungen gegen den Stilberater wiegen schwer. Laut einer im Dezember beim Stadtgericht Boston eingereichten Strafklage soll Kwatra durch betrügerische Rückerstattungen über 11.000 Dollar erbeutet haben. Das Geld wurde angeblich auf Geschenkkarten des Kaufhauses transferiert, die Kwatra selbst nutzte.

Gesamtschaden von über 400.000 Dollar

Die Dimensionen des Falls gehen jedoch weit über die drei dokumentierten Einzelfälle hinaus. In einem Schreiben, das Kwatra verfasst haben soll und das Saks der Polizei übergab, wird der Gesamtschaden auf mehr als 400.000 Dollar beziffert. Diese Summe umfasst nicht nur betrügerische Rückerstattungen, sondern auch die unsachgemäße Verwaltung von Werbekarten sowie die Weitergabe unbezahlter Ware an Kunden.

Kwatra hatte während seiner langjährigen Tätigkeit bei Saks eine exklusive Kundschaft betreut. Zu seinen Klienten zählten einige der wohlhabendsten und bekanntesten Persönlichkeiten Bostons. Diese privilegierte Position macht den Fall für die Luxusbranche besonders brisant.

Ermittlungen nach anonymem Hinweis

Die Aufdeckung des mutmaßlichen Betrugs erfolgte Ende September durch einen anonymen Hinweis. Die Sicherheitsabteilung von Saks leitete daraufhin eine interne Untersuchung ein, die zur fristlosen Kündigung Kwatras führte. Anschließend wurden Strafanzeigen wegen Betrugs und Diebstahls erhoben.

Kwatra wehrt sich nun juristisch gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber. Seine Klage argumentiert, dass die Vorwürfe erst nach seinem Stellenangebot der Konkurrenz aufkamen und daher als Vergeltungsmaßnahme zu werten seien. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen im Luxuseinzelhandel, wo Mitarbeiter oft erhebliche Freiheiten bei Kundengeschäften genießen.

Für Saks Fifth Avenue, eine Ikone des amerikanischen Luxuseinzelhandels, kommt der Skandal zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die gesamte Branche kämpft mit rückläufigen Umsätzen und verschärftem Wettbewerb durch Online-Händler.

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