Samsung liefert HBM4E-Chip-Muster als Weltmarktpremiere aus
Samsung Electronics startet als erstes Unternehmen weltweit die Auslieferung von Mustern des neuen 12-lagigen HBM4E-Speicherchips.

Samsung Electronics hat am Freitag bekanntgegeben, dass das Unternehmen mit der Auslieferung von Mustern seines neuesten High-Bandwidth-Memory-Chips begonnen hat. Beim neuen Produkt handelt es sich um den 12-lagigen HBM4E – laut Samsung die branchenweit erste Auslieferung dieser Chip-Generation überhaupt. Der südkoreanische Technologiekonzern unterstreicht damit seinen Anspruch auf eine Führungsrolle im schnell wachsenden Markt für KI-Speicherlösungen.
Der neue HBM4E-Chip bietet gegenüber der Vorgängergeneration HBM4 eine Steigerung der Geschwindigkeitsleistung von mehr als 20 Prozent. Technologisch setzt Samsung dabei auf die neueste 1c-DRAM-Prozesstechnologie, also DRAM der sechsten Generation der 10-Nanometer-Klasse. Kombiniert wird diese mit Samsungs eigenem 4-Nanometer-Foundry-Logic-Base-Die, was den Chip zu einem technologisch anspruchsvollen Produkt macht.
Rasantes Entwicklungstempo bei HBM-Chips
Bemerkenswert ist die Geschwindigkeit, mit der Samsung seine HBM-Produktlinie vorantreibt. Erst im Februar dieses Jahres hatte der Konzern mit der Auslieferung der HBM4-Chips an Kunden begonnen. Nur drei Monate später folgt nun bereits die nächste Ausbaustufe mit dem HBM4E – ein Tempo, das die Dringlichkeit im KI-Speichermarkt deutlich widerspiegelt.
Samsung hatte die Auslieferung der ersten HBM4E-Muster bereits im April angekündigt und dabei das zweite Quartal als Zielzeitraum genannt. Mit der nun erfolgten Auslieferung hält das Unternehmen diesen selbst gesetzten Zeitplan ein. Dies ist ein wichtiges Signal an den Markt, nachdem Samsung in der Vergangenheit bei der Qualifizierung seiner HBM-Chips bei einigen Kunden Rückschläge hinnehmen musste.
Starke Nachfrage durch KI-Boom
Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer stark steigenden Nachfrage nach fortschrittlichen Speicherchips für KI-Server und -Prozessoren. Zu den Kunden von Samsung zählen dabei namhafte Größen der KI-Industrie, darunter AMD, Nvidia und Google. Diese Unternehmen benötigen Hochleistungsspeicher in großen Mengen, um ihre KI-Beschleuniger und Rechenzentren mit ausreichend Bandbreite zu versorgen.
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Zur AktienanalyseHigh-Bandwidth-Memory, kurz HBM, ist eine spezielle Speicherarchitektur, bei der mehrere DRAM-Chips übereinander gestapelt werden. Dies ermöglicht eine deutlich höhere Datenbandbreite im Vergleich zu herkömmlichem Speicher – ein entscheidender Vorteil für rechenintensive KI-Anwendungen. Mit dem HBM4E positioniert sich Samsung als Technologieführer in diesem Segment und will seinen Rückstand gegenüber dem Wettbewerber SK Hynix weiter aufholen.
Die proaktive Bereitstellung von Chip-Mustern an Großkunden ist dabei eine bewusste Strategie: Kunden können die neuen Chips frühzeitig in ihre Systeme integrieren und testen, was den Qualifizierungsprozess beschleunigt und Samsung einen Vorteil im Wettbewerb um lukrative Großaufträge verschaffen soll.


