Shell übertrifft Erwartungen
Anleger zufrieden, doch Druck wegen Klimaschutz wächst

Der britische Energiegigant Shell hat die Erwartungen der Anleger im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres übertroffen, indem er einen unerwartet hohen Gewinn verzeichnete. Der bereinigte Ertrag des Unternehmens belief sich auf 7,7 Milliarden Dollar, was zwar 20 Prozent unter dem Vorjahresrekord lag, aber dennoch sechs Prozent über dem Ergebnis der vorangegangenen drei Monate. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Gewinn von 6,25 Milliarden Dollar gerechnet. Dieser unerwartet positive Bericht führte zu einem Anstieg der Shell-Aktien um 2,4 Prozent an der Londoner Börse zu Handelsbeginn.
Die verbesserten Finanzergebnisse wurden hauptsächlich durch den Ölhandel und gesteigerte Gewinnmargen im Raffineriegeschäft erreicht, während die Gewinne im Gasgeschäft leicht zurückgingen. Shell kündigte außerdem an, eigene Aktien im Wert von 3,5 Milliarden Dollar zurückzukaufen, um seinen Marktwert zu steigern, der im Vergleich zu US-amerikanischen Rivalen wie Exxon Mobil und Chevron noch immer niedriger liegt.
Der Konzernchef von Shell, Wael Sawan, bezeichnete das vergangene Quartal als „weiteres Quartal mit starken operativen und finanziellen Ergebnissen“. Sawan, der seit anderthalb Jahren an der Spitze des Unternehmens steht, hat sich zum Ziel gesetzt, den Marktwert von Shell auf das Niveau seiner US-amerikanischen Konkurrenten zu bringen. Allerdings steht er unter Druck von Investoren, die mehr Maßnahmen zum Klimaschutz fordern.
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Zur Aktienanalyse27 Großaktionäre, darunter institutionelle Anleger wie Amundi und Axa, haben Shell aufgefordert, seine CO2-Emissionen den Pariser Klimazielen anzupassen. Sie betonen die Bedeutung dieser Forderung, insbesondere angesichts von Shells jüngster Ankündigung, seine Klimaziele zu revidieren und weiterhin Öl- und Gasförderung zu betreiben. Dieser Druck könnte sich auf die bevorstehende Hauptversammlung des Unternehmens am 21. Mai auswirken.


