Sorgen um US-Schuldengrenze dämpfen Stimmung am Aktienmarkt
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Am deutschen Aktienmarkt machen sich zunehmend Sorgen breit, da globale Wachstumssorgen und der Streit um die US-Schuldengrenze die Anleger verunsichern. Obwohl es in der Vergangenheit üblich war, dass die USA die Schuldengrenze in letzter Minute anheben und einen Zahlungsausfall verhindern, werden die Anleger nun langsam nervös. Gestern konnte der DAX seine anfänglichen Gewinne nicht halten und rutschte ins Minus. Für den letzten Handelstag der Woche sieht es ebenfalls nicht vielversprechend aus. Der Broker IG taxiert die deutschen Standardwerte am Morgen 0,3 Prozent höher bei 15.876 Punkten. Die jüngsten Tageshochs nahe der 16.000-Punkte-Marke stellen einen ernstzunehmenden Widerstand dar.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor den "sehr ernsten" Auswirkungen eines möglichen Zahlungsausfalls der USA auf die Weltwirtschaft. Der IWF fordert die betroffenen Parteien eindringlich auf, schnellstmöglich einen Konsens zu finden, um die Angelegenheit zu lösen. Die Republikaner wehren sich bisher gegen eine Anhebung des Schuldendeckels ohne klare Einsparungen bei bestimmten Staatsausgaben. US-Finanzministerin Janet Yellen warnt davor, dass der US-Regierung bereits am 1. Juni das Geld ausgehen könnte, um ihre Schulden zu begleichen.
Die Sorgen um die US-Schuldengrenze haben auch die Anleger an der Wall Street verunsichert. Der Dow-Jones-Index schloss 0,7 Prozent tiefer auf 33.309 Punkten. Der technologielastige Nasdaq legte dagegen um 0,2 Prozent auf 12.328 Punkte zu. Der breit gefasste S&P 500 verlor 0,2 Prozent auf 4130 Punkte.
Experten zufolge gibt es aufgrund der Konjunkturdaten ein wachsendes Gefühl, dass die Zinssätze im Laufe des Jahres sinken werden. Ohne die Unsicherheit um die Schuldenobergrenze würden die Märkte neue Höchststände erreichen. In Asien war die Stimmung ebenfalls gedämpft. Die Sorgen um die US-Schuldengrenze und schwache Wirtschaftsdaten aus den USA und China verstärkten die Befürchtungen einer globalen Konjunkturabschwächung.
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