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SpaceX-Börsengang: Wer gewann und wer verlor am ersten Handelstag?

Der erste Handelstag der SpaceX-Aktie endete durchwachsen – nur IPO-Investoren erzielten wirklich attraktive Gewinne.

SpaceX-Börsengang: Wer gewann und wer verlor am ersten Handelstag?

Der erste Handelstag der SpaceX-Aktie (SPCX) ist Geschichte – und er verlief alles andere als geradlinig. Wer zum IPO-Preis von 135 US-Dollar je Aktie einsteigen konnte, erzielte am Ende des Tages einen Gewinn von 19,2 Prozent. Doch für die meisten Anleger sah die Bilanz deutlich schlechter aus.

SpaceX bot Privatanlegern beim Börsengang eine ungewöhnlich hohe Beteiligung: Mehr als 20 Prozent der IPO-Aktien wurden über fünf Broker an nicht-professionelle Anleger zum Preis von 135 US-Dollar je Aktie zugeteilt. Angesichts einer Nachfrage von über 100 Milliarden US-Dollar erhielten viele Interessenten jedoch nur einen Bruchteil der beantragten Aktien.

Ein turbulenter Handelstag mit klaren Gewinnern

Der öffentliche Handel startete um 11:46 Uhr an der Nasdaq – und die Aktie debütierte direkt bei 150 US-Dollar. Bereits sechs Minuten später, um 11:52 Uhr, hatte sie die Marke von 160 US-Dollar überschritten. Um 11:55 Uhr erreichte sie kurzzeitig 168,75 US-Dollar, bevor der Kurs wieder nachgab. Den Tageshöchststand markierte die Aktie um 13:10 Uhr bei 176,52 US-Dollar je Aktie.

Der restliche Nachmittag verlief jedoch deutlich ruhiger und tendenziell abwärts. Um 15:53 Uhr fiel der Kurs auf den Tagestiefstand von 157,46 US-Dollar, erholte sich anschließend leicht und schloss schließlich bei 160,95 US-Dollar. Auf Basis dieses Schlusskurses kommt SpaceX auf eine Marktkapitalisierung von 2,1 Billionen US-Dollar.

Für Späteinsteiger gab es kaum Chancen

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Wer Aktien zum Eröffnungskurs von 150 US-Dollar kaufte, erzielte für den Tag ein Plus von lediglich 7,3 Prozent. Wer nur drei Minuten wartete und um 11:49 Uhr einstieg, lag am Ende des Tages gerade einmal 1 Prozent im Plus. Alle anderen, die später kauften, schlossen den Tag mit Verlusten ab.

Besonders aufschlussreich ist dabei folgende Beobachtung: Nach 11:52 Uhr verbrachte die SpaceX-Aktie während des gesamten Handelstages nur etwa 17 Minuten unterhalb ihres späteren Schlusskurses – und selbst dann lag sie weniger als 6 US-Dollar darunter. Die Fenster für profitable Käufe nach dem IPO-Preis waren also extrem eng.

Warnung vor Hype und Euphorie

Der erste Handelstag von SpaceX liefert ein anschauliches Beispiel für ein bekanntes Phänomen an den Finanzmärkten: Gehypte Aktien, die allein aufgrund von Euphorie stark steigen – sei es bei mit Spannung erwarteten Börsengängen oder bei sogenannten Meme-Aktien –, können nur eine begrenzte Zeit lang zulegen. Wer zu spät einsteigt, riskiert Verluste, auch wenn die Schlagzeilen von großen Kursgewinnen berichten.

Die offiziell kommunizierte Tagesperformance von plus 19,2 Prozent gilt ausschließlich für jene Anleger, die tatsächlich Aktien zum IPO-Preis von 135 US-Dollar erhalten haben. Für alle anderen ist das Bild deutlich nüchterner. Langfristig orientierte Investoren wissen, dass die Performance eines einzelnen Handelstages wenig über die künftige Entwicklung eines Unternehmens aussagt – doch als Warnung vor blindem Hype taugt dieser erste SpaceX-Handelstag allemal.

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