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Südafrikas Bergbauproduktion steigt im April um 8,2 Prozent

PGM, Manganerz und Chromerz treiben den Anstieg an – Kohle bleibt einziger bedeutender Belastungsfaktor.

Südafrikas Bergbauproduktion steigt im April um 8,2 Prozent

Südafrikas Bergbausektor hat im April einen kräftigen Produktionsanstieg verzeichnet. Im Jahresvergleich legte die Gesamtproduktion um 8,2 Prozent zu. Den mit Abstand größten Beitrag zu diesem Wachstum leisteten Metalle der Platingruppe (PGM), Manganerz und Chromerz.

Die PGM-Produktion verzeichnete dabei den stärksten Zuwachs: Sie stieg um beeindruckende 36,5 Prozent und trug allein 8,8 Prozentpunkte zum Gesamtwachstum bei. Manganerz legte um 19 Prozent zu und steuerte 1,3 Prozentpunkte bei. Chromerz wuchs um 17,5 Prozent und lieferte einen Beitrag von 1,1 Prozentpunkten.

Einziger nennenswerter Belastungsfaktor war die Kohleproduktion. Sie sank um 5,8 Prozent und zog das Gesamtergebnis um 1,5 Prozentpunkte nach unten. Trotz dieses Gegenwinds fiel die Bilanz für den südafrikanischen Bergbau insgesamt deutlich positiv aus.

Monatliche Entwicklung und Dreimonatstrend

Auch im Monatsvergleich zeigt sich eine positive Dynamik. Die saisonbereinigte Bergbauproduktion stieg im April gegenüber dem Vormonat um 3,3 Prozent. Damit erholte sich der Sektor spürbar vom Rückgang im März, als die Produktion um 4,8 Prozent gesunken war. Im Februar hatte es noch ein Plus von 3,0 Prozent gegeben.

Über einen längeren Zeitraum betrachtet bestätigt sich der Aufwärtstrend. In den drei Monaten bis Ende April stieg die saisonbereinigte Bergbauproduktion im Vergleich zum vorangegangenen Dreimonatszeitraum um 2,4 Prozent. Haupttreiber waren erneut die PGM mit einem Anstieg von 10,2 Prozent und einem Beitrag von 2,8 Prozentpunkten sowie Gold mit einem Plus von 8,6 Prozent und einem Beitrag von 0,8 Prozentpunkten.

Im Dreimonatszeitraum wirkten Kohle mit einem Rückgang von 2,6 Prozent (Beitrag: -0,6 Prozentpunkte) und sonstige metallische Mineralien mit einem Minus von 15,0 Prozent (Beitrag: -0,4 Prozentpunkte) als Bremsfaktoren.

Rohstoffverkäufe legen massiv zu

Besonders bemerkenswert entwickelten sich die Rohstoffverkäufe zu aktuellen Preisen. Im April stiegen sie im Jahresvergleich um 30,3 Prozent – ein Wert, der die reine Produktionssteigerung deutlich übertrifft und auf günstige Preisentwicklungen an den Rohstoffmärkten hindeutet.

Den größten Beitrag leisteten dabei die PGM mit einem Verkaufsanstieg von 120,3 Prozent und einem Beitrag von 22,4 Prozentpunkten. Gold folgte mit einem Plus von 12,2 Prozent (Beitrag: 3,1 Prozentpunkte), Chromerz legte um 34,8 Prozent zu (Beitrag: 2,7 Prozentpunkte) und Kohle stieg um 8,1 Prozent (Beitrag: 1,8 Prozentpunkte).

Auch auf Monatsbasis entwickelten sich die Verkäufe positiv. Die saisonbereinigten Rohstoffverkäufe zu aktuellen Preisen stiegen im April gegenüber dem Vormonat um 3,1 Prozent. Im März hatte es noch einen Rückgang von 8,1 Prozent gegeben, während der Februar ein Plus von 9,2 Prozent verzeichnet hatte. Im Dreimonatszeitraum bis Ende April lagen die saisonbereinigten Rohstoffverkäufe um 4,9 Prozent über dem vorangegangenen Vergleichszeitraum.

Für deutsche Anleger, die in südafrikanische Bergbauunternehmen oder Rohstoff-ETFs mit Schwerpunkt auf PGM und Edelmetallen investiert sind, unterstreichen diese Zahlen die anhaltende Stärke des südafrikanischen Bergbausektors – insbesondere im Bereich der für die Automobilindustrie und Wasserstofftechnologie bedeutsamen Platingruppenmetalle.

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