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Sudan hebt Force-Majeure-Blockade für Öltransport auf

Verbesserte Sicherheitslage ermöglicht Wiederaufnahme des Rohölflusses nach Port Sudan

Sudan hebt Force-Majeure-Blockade für Öltransport auf

Sudan hat nach fast einem Jahr die Force-Majeure-Erklärung für den Transport von Rohöl aus dem Nachbarland Südsudan zum Hafen von Port Sudan aufgehoben. Dies geht aus einem Schreiben des sudanesischen Energieministeriums an den südsudanesischen Energieminister hervor. Der Grund für diese Entscheidung liegt in verbesserten Sicherheitsbedingungen, die durch neue Vereinbarungen zwischen Khartum, Juba und der sudanesischen Pipelinegesellschaft BAPCO erreicht wurden.

Die Force-Majeure-Erklärung wurde im März 2024 verhängt, nachdem die Hauptpipeline, die südsudanesisches Öl durch Sudan zur Exportverladung transportiert, aufgrund des Konflikts zwischen der sudanesischen Armee und den Rapid Support Forces (RSF) stillgelegt wurde. Der Krieg, der im April 2023 ausbrach, führte zu weitreichenden Gewaltakten und löste die weltweit größte Binnenvertreibungskrise aus.

In dem Schreiben vom 4. Januar 2025 betonte der sudanesische Energieminister Mohiedienn Naiem Mohamed Saied, dass die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen den sicheren Ölfluss gewährleisten. Die Authentizität des Schreibens wurde von einem Vertreter des sudanesischen Energieministeriums bestätigt.

Die betroffene Petrodar-Pipeline erstreckt sich über mehr als 1.500 Kilometer vom Melut-Becken im südsudanesischen Bundesstaat Upper Nile bis zur Küste des Roten Meeres in Port Sudan. Sie wird von einem Konsortium betrieben, dem unter anderem die chinesischen Unternehmen CNPC und Sinopec sowie die malaysische Firma Petronas angehören. Eine weitere Pipeline transportiert Öl aus dem südsudanesischen Bundesstaat Unity nach Port Sudan.

Vor dem Konflikt pumpte der Südsudan täglich etwa 150.000 Barrel Rohöl durch Sudan, basierend auf einem Abkommen, das bei der Unabhängigkeit des Südsudan im Jahr 2011 festgelegt wurde. Im Dezember 2024 kontaktierte das südsudanesische Energieministerium Rohstoffhändler, um an einer Ausschreibung für Rohöllieferungen teilzunehmen. Diese Ausschreibung fand am 13. Dezember statt, und die Lieferung der gehandelten Rohölmengen ist für Januar 2025 geplant.

Die Entscheidung zur Aufhebung der Force-Majeure-Erklärung markiert einen bedeutenden Schritt in den Bemühungen um Stabilisierung und wirtschaftliche Normalisierung in der Region. Sie könnte dazu beitragen, die durch den anhaltenden Konflikt stark beeinträchtigten Ölflüsse wiederherzustellen.

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