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Tapestry: Starke Quartalszahlen reichen nicht – Aktie löst Verkaufssignal aus

Enttäuschender Ausblick und anhaltende Schwäche bei Kate Spade belasten Tapestry trotz besser als erwarteter Quartalsergebnisse.

Tapestry: Starke Quartalszahlen reichen nicht – Aktie löst Verkaufssignal aus

Tapestry (TPR), der amerikanische Hersteller von Designerhandtaschen, Accessoires und Bekleidung, hat am frühen Donnerstag einen enttäuschenden Ausblick veröffentlicht. Dieser überschattete die eigentlich positiven Ergebnisse des vierten Geschäftsquartals, die sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz über den Erwartungen der Analysten lagen.

Im Tagesverlauf brach die TPR-Aktie unter wichtige charttechnische Marken ein und löste damit ein klares Verkaufssignal aus. Für Anleger, die auf eine positive Kursreaktion nach den soliden Quartalszahlen gesetzt hatten, war dies eine herbe Enttäuschung.

Kate Spade belastet das Gesamtergebnis

Das zentrale Problem bei Tapestry bleibt die Marke Kate Spade New York. Die anhaltenden Herausforderungen rund um diese Marke machten die starke Performance der Kernmarke Coach zunichte. Während Coach offenbar weiterhin auf Kurs ist, zieht Kate Spade das Konzernergebnis spürbar nach unten.

Tapestry ist deutschen Anlegern vor allem als Mutterkonzern der Luxusmarke Coach bekannt, die weltweit mit Handtaschen, Lederwaren und Accessoires im gehobenen Preissegment vertreten ist. Kate Spade New York ist eine weitere Premiummarke im Portfolio des Konzerns und richtet sich mit modischen Accessoires und Bekleidung an ein jüngeres Zielpublikum.

Ausblick enttäuscht den Markt

An der Börse gilt das Prinzip: Nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft zählt. Selbst wenn ein Unternehmen starke Quartalszahlen vorlegt, kann ein schwacher Ausblick die Aktie unter Druck setzen – genau das ist bei Tapestry eingetreten. Der enttäuschende Ausblick signalisiert dem Markt, dass die strukturellen Herausforderungen bei Kate Spade kurzfristig nicht gelöst werden können.

Für Anleger ist die Situation bei Tapestry damit zweigeteilt: Auf der einen Seite steht die starke Marke Coach, auf der anderen Seite die weiterhin schwächelnde Marke Kate Spade, die das Gesamtbild des Konzerns trübt. Solange diese Schwäche anhält, dürfte der Gegenwind für die TPR-Aktie bestehen bleiben.

Das ausgelöste Verkaufssignal nach dem Unterschreiten wichtiger charttechnischer Marken ist ein Warnsignal, das technisch orientierte Anleger ernst nehmen sollten. Die Kombination aus enttäuschendem Ausblick und charttechnischer Schwäche macht die Aktie kurzfristig zu einem schwierigen Investment.

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