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TSMC investiert 17 Milliarden Dollar in 3-Nanometer-Chipfertigung in Japan

Taiwans Chip-Riese plant erstmals Massenproduktion modernster Halbleiter außerhalb Taiwans in Kumamoto-Werk.

TSMC investiert 17 Milliarden Dollar in 3-Nanometer-Chipfertigung in Japan

Der weltgrößte Auftragsfertiger für Halbleiter, Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), will nach Informationen der japanischen Zeitung Yomiuri erstmals außerhalb Taiwans hochmoderne 3-Nanometer-Chips in Massenproduktion herstellen. Die geplante Investition für das zweite Werk in der japanischen Präfektur Kumamoto soll rund 17 Milliarden Dollar betragen.

Laut Regierungskreisen hat TSMC die Pläne zur Errichtung der 3-nm-Produktionskapazitäten bereits finalisiert und die japanische Regierung über die Entscheidung informiert. Ein hochrangiger Manager des taiwanischen Konzerns soll diese Woche Premierministerin Sanae Takaichi persönlich über das Vorhaben unterrichten.

Ursprünglich hatte TSMC für die zweite Kumamoto-Anlage in der Stadt Kikuyo eine Investition von 12,2 Milliarden Dollar vorgesehen. Geplant war die Produktion von 6- bis 12-Nanometer-Chips. Nun will das Unternehmen die Geschäftspläne mit dem japanischen Industrieministerium überarbeiten und auf die deutlich fortschrittlichere 3-Nanometer-Technologie umstellen.

Strategische Bedeutung für Japan

Die 3-Nanometer-Chips gelten als Schlüsseltechnologie für Rechenzentren im Bereich Künstliche Intelligenz, autonome Fahrzeuge und fortschrittliche Robotik. Japan verfügt derzeit über keine eigene Produktionsbasis für Halbleiter dieser Größenordnung. Die Ansiedlung von TSMC stärkt damit die technologische Souveränität des Landes erheblich.

Die japanische Regierung hatte bereits Subventionen von bis zu 732 Milliarden Yen für das zweite TSMC-Werk zugesagt. Angesichts der strategischen Bedeutung des Projekts für die wirtschaftliche Sicherheit Japans erwägt Tokio nach Angaben der Yomiuri zusätzliche finanzielle Unterstützung.

Die Entscheidung TSMCs unterstreicht die wachsende Bedeutung geografischer Diversifizierung in der Halbleiterindustrie. Angesichts geopolitischer Spannungen rund um Taiwan setzen Chipfertiger zunehmend auf Produktionsstandorte außerhalb der Inselrepublik.

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