Tyson Foods verlängert Betrieb in Nebraska-Werk trotz Schließung
Der US-Fleischkonzern Tyson Foods setzt die Produktion in seinem Rindfleischwerk in Lexington, Nebraska, vorübergehend fort. Rund 292 Mitarbeiter erhalten eine befristete Weiterbeschäftigung von drei bis 185 Tagen.

Tyson Foods gewährt Hunderten Mitarbeitern eine Atempause: Der US-Fleischriese wird die Rindfleischverarbeitung in seinem Werk in Lexington, Nebraska, vorübergehend fortsetzen, obwohl die Schließung der Anlage bereits beschlossen ist. Dies teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Die ursprünglich für den 20. Januar geplante Werksschließung wurde teilweise aufgeschoben. Etwa 292 Arbeitnehmer dürfen für einen Zeitraum von drei bis 185 Tagen weiterbeschäftigt bleiben, um Aufgaben im Zusammenhang mit der Stilllegung zu übernehmen. Allerdings wird weniger als die Hälfte dieser Mitarbeiter über das Monatsende hinaus beschäftigt sein.
Rekordpreise für Rindfleisch belasten Verarbeiter
Als Hauptgrund für die Schließung nannte Tyson bereits im November die knappen Rindfleischbestände in den USA. Die Lagerbestände erreichten den niedrigsten Stand seit fast 75 Jahren. Eine anhaltende Dürre trocknete Weideflächen aus und zwang Viehzüchter, ihre Herden drastisch zu reduzieren.
Die Verknappung treibt die Preise in die Höhe: Im Dezember kletterte der Einzelhandelspreis für Hackfleisch auf einen Rekordwert von 6,69 US-Dollar pro Pfund – ein Plus von 19 Prozent im Jahresvergleich, so das US-Arbeitsministerium. Gleichzeitig musste Tyson Rekordpreise für den Einkauf von Schlachtvieh zahlen.
Wirtschaftliche Folgen für die Region
Die Anlage in Lexington ist seit 1990 in Betrieb und spielt eine wichtige Rolle für die lokale Wirtschaft. Die Stadt zählt rund 10.000 Einwohner. "Während dieser Übergangsphase werden in unserer Anlage in Lexington weiterhin begrenzte Weiterverarbeitungsaktivitäten stattfinden", erklärte Tyson in einer Stellungnahme.
Regierungsvertreter in Nebraska hoffen nun, dass Tyson einen Käufer für die Anlage findet oder eine alternative Nutzung entwickelt, um die wirtschaftlichen Schäden für die Region zu minimieren.
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