Unilever finalisiert Aktienkonsolidierung
Neue Struktur nach Magnum-Ausgliederung spiegelt sich im Handel wider

Unilever hat mitgeteilt, dass die Zusammenlegung seines ausgegebenen Aktienkapitals im Zusammenhang mit der zuvor erfolgten Ausgliederung der Tochtergesellschaft The Magnum Ice Cream Co. am Dienstag wirksam wird. Die Maßnahme folgt dem Abschluss der Abspaltung von Magnum Ice Cream am 6. Dezember und betrifft alle bestehenden Unilever-Aktionäre. Für jeweils neun bestehende Unilever-Aktien erhalten die Anteilseigner acht neue konsolidierte Aktien. Diese sollen ab Dienstag an der Londoner Börse sowie an Euronext Amsterdam gehandelt werden.
Das Unternehmen erläuterte, dass die Aktienzusammenlegung im direkten Zusammenhang mit der organisatorischen und strukturellen Anpassung steht, die durch die Abspaltung der Eiscremesparte erforderlich wurde. Die Transaktion wurde wenige Tage nach dem Börsendebüt von Magnum Ice Cream angekündigt, das an den Handelsplätzen Amsterdam und New York erfolgte. Mit der Neuordnung des Aktienkapitals soll die veränderte Unternehmensstruktur nach der Trennung der Marke Magnum von den übrigen Geschäftsbereichen abgebildet werden.
Die Börsen reagierten am Montag spürbar auf die Ankündigung. Die Unilever-Aktie verzeichnete deutliche Verluste und gehörte zu den schwächsten Werten im britischen Leitindex FTSE 100. Der Kurs sank bis Handelsschluss um mehr als sechs Prozent. Marktbeobachter führten die Kursbewegung auf die Anpassung nach der Abspaltung sowie auf Umschichtungen institutioneller Anleger zurück, die ihre Positionen an die neue Kapitalstruktur anpassen.
Unilever hatte den Schritt zur Ausgliederung der Eiscremesparte bereits zuvor angekündigt, um das Portfolio zu fokussieren und die verbleibenden Geschäftsbereiche klarer auszurichten. Das Unternehmen betreibt weltweit ein breites Sortiment an Marken in den Bereichen Schönheits- und Körperpflegeprodukte, Haushaltspflege sowie Lebensmittel und Erfrischungsgetränke. Die Marke Magnum, die jetzt als eigenständiges Unternehmen firmiert, trug zuvor wesentlich zum Umsatz im Bereich Speiseeis bei.
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Zur AktienanalyseDie am Dienstag in Kraft tretende Aktienzusammenlegung stellt eine der letzten technischen Anpassungen im Zuge der Abspaltung dar. Mit der Handelbarkeit der neuen konsolidierten Aktien an den beiden Börsenplätzen soll der Übergang in die neue Unternehmensstruktur abgeschlossen werden. Weitere Angaben zu möglichen finanziellen Auswirkungen der Maßnahme äußerte Unilever zunächst nicht.


