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US-Raffinerien stehen vor schwierigen Zeiten

Schwächere Nachfrage und politische Unsicherheit belasten die Branche im Jahr 2025

US-Raffinerien stehen vor schwierigen Zeiten

Die US-amerikanischen Ölraffinerien sehen einem schwierigen Jahr entgegen, da die Anlegerstimmung in der Branche sinkt. Zu den Hauptursachen zählen die Prognosen für eine schwächere Treibstoffnachfrage sowie Unsicherheiten über mögliche Strafzölle auf Ölimporte unter der Regierung von Donald Trump. Die Gewinne der Raffinerien fielen gegen Ende 2023, als neue Raffineriekapazitäten ans Netz gingen und die Margen wieder auf normale Werte zurückkehrten. Dies folgte auf zwei Jahre mit überdurchschnittlichen Gewinnen, die durch Lieferengpässe infolge der Ukraine-Invasion Russlands und einer Nachfrageerholung nach der Pandemie begünstigt wurden.

Die Aktienkurse führender US-Raffinerien fielen 2024, und Analysten senkten ihre Erwartungen für das vierte Quartal deutlich. Die Gewinnprognosen für das EBITDA sanken im Vergleich zu Beginn des Quartals um durchschnittlich 24 Prozent. Ein Grund für die negativen Aussichten sind die sinkenden Crack-Spreads für Benzin und Diesel, die die Rentabilität der Raffinerien belasten. Der Crack-Spread, der die Differenz zwischen dem Preis von Kraftstoffen und Rohöl beschreibt, erreichte im Dezember mit unter 11 US-Dollar für Benzin und unter 22 US-Dollar für Diesel den tiefsten Stand seit Monaten. Zudem erhöhte sich die Auslastung der Raffinerien auf 90,3 Prozent im vierten Quartal, was die Margen weiter drückte.

Schwächelnde wirtschaftliche Aktivitäten in den USA und China, den weltweit größten Ölverbraucher und -importeur, haben ebenfalls ihre Spuren auf den Märkten hinterlassen. Das weltweite Benzinangebot ist dabei besonders betroffen, da die USA mit über 16 Prozent der globalen Exporte der größte Exporteur von Motorbenzin sind. Gleichzeitig zeigt sich, dass die weltweite Nachfrage nach Benzin in den kommenden Jahren durch die verstärkte Nutzung von Elektrofahrzeugen und eine verbesserte Kraftstoffeffizienz voraussichtlich weiter zurückgehen wird. Zudem reduzierte sich der Verbrauch von Dieselkraftstoffen in den USA aufgrund von mildem Winterwetter und verringertem Fertigungsaufkommen.

Angesichts der politischen Unsicherheit unter Präsident Trump, der angekündigt hat, mögliche Zölle auf Ölimporte aus Kanada und Mexiko zu verhängen, bleiben die Aussichten für die Raffinerien und die Ölpreise angespannt. Sollte es zu solchen Zöllen kommen, könnten die Produktionskosten der Raffinerien steigen, was die Margen weiter beeinträchtigen würde. In diesem unsicheren Umfeld müssen Raffinerien mit einer schwachen Marktlage und anhaltender Volatilität rechnen.

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