US-Vorbörslich: Verizon und Chevron steigen, Regeneron und Amex fallen
Gemischte Quartalsberichte sorgen für unterschiedliche Kursbewegungen bei US-Tech- und Finanzwerten am Freitag.

Die US-Aktienmärkte zeigten sich am Freitagmorgen uneinheitlich, während Anleger eine Flut von Quartalsergebnissen verarbeiteten. Gleichzeitig sorgte die Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Fed-Chef durch Präsident Donald Trump für zusätzliche Impulse. Die Futures reduzierten im Verlauf frühere Verluste.
Bei den Telekommunikationswerten glänzte Verizon mit einem Kursplus von 2,2 Prozent. Der Konzern übertraf mit seinen Zahlen für das vierte Quartal die Analystenschätzungen sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz. Besonders positiv wurde der optimistische Ausblick auf 2026 aufgenommen, der den Beginn einer strategischen Neuausrichtung signalisiert.
Auch im Versicherungssektor gab es positive Signale: Aon legte um 1,1 Prozent zu. Der Versicherungsbroker profitierte von der robusten Nachfrage nach seinen Risikomanagement-Produkten und meldete einen Anstieg des bereinigten Gewinns im vierten Quartal.
Energiesektor unter Druck trotz solider Zahlen
Chevron verzeichnete einen moderaten Anstieg von 0,4 Prozent. Obwohl die Gewinne im vierten Quartal sanken, lagen sie über den Erwartungen. Der Ölkonzern setzt auf Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen, um mit den niedrigeren Rohölpreisen im Jahr 2025 umzugehen.
Exxon Mobil hingegen gab um 0,9 Prozent nach. Trotz besser als erwarteter Quartalszahlen belasteten die schwachen Ölpreise die Aktie. Die Entwicklung zeigt die Herausforderungen der Branche angesichts des aktuellen Preisniveaus.
Pharma- und Finanzwerte mit Verlusten
Regeneron musste einen Rückgang von 2,6 Prozent hinnehmen. Die Quartalsgewinne des Pharmaunternehmens sanken, obwohl das Ekzemmedikament Dupixent weiterhin stark nachgefragt wird. Anleger zeigten sich enttäuscht über die Gesamtentwicklung.
American Express verlor 2,5 Prozent. Höhere Kosten belasteten den Quartalsgewinn des Zahlungsdienstleisters. Das Unternehmen kündigte jedoch eine Dividendenerhöhung um 16 Prozent an, gestützt durch die robusten Ausgaben seiner wohlhabenden Kundschaft.
Visa gab trotz übertroffener Gewinn- und Umsatzerwartungen um 0,8 Prozent nach. Investoren reagierten skeptisch auf ein Defizit bei der Gesamtzahl der abgewickelten Transaktionen und zeigten sich vorsichtig hinsichtlich der allgemeinen Konsumausgaben.
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Zur AktienanalyseTech-Werte mit unterschiedlichen Vorzeichen
Apple bewegte sich kaum vom Fleck. Die Anleger werteten das beste vierteljährliche Wachstum bei iPhone-Verkäufen seit über vier Jahren aus. Weniger positiv entwickelten sich die Bereiche Wearables und Zubehör – die Verkäufe von Apple Watch und AirPods sanken um rund 3 Prozent, Mac-Computer-Umsätze gingen um über 7 Prozent zurück.
Der Speicherchiphersteller SanDisk schoss hingegen um beeindruckende 24 Prozent nach oben. Das Unternehmen meldete einen deutlichen Gewinnanstieg und hob seine Prognose an. Die starke Nachfrage nach Speicherprodukten für Rechenzentren und KI-Anwendungen übertraf die Erwartungen deutlich und sorgte für Kurseuphorie.


