ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

USA gewähren serbischem Ölunternehmen Aufschub

30-tägige Sanktionserleichterung für NIS nach Anteilstransfer von Gazprom Neft

USA gewähren serbischem Ölunternehmen Aufschub

Die Vereinigten Staaten haben die Sanktionen gegen das serbische Ölunternehmen NIS für 30 Tage ausgesetzt, wie Präsident Aleksandar Vucic bekanntgab. Das Unternehmen, das mehrheitlich im Besitz russischer Unternehmen ist und die einzige Ölraffinerie Serbiens betreibt, war von den US-Sanktionen betroffen. Vucic veröffentlichte auf Instagram ein Foto eines Dokuments des US-Finanzministeriums, in dem die Aussetzung der Sanktionen bestätigt wurde. Reuters konnte das Dokument jedoch zunächst nicht unabhängig verifizieren. In seinem Post äußerte sich Vucic zufrieden über die Verlängerung und erklärte, dass dies eine gute Nachricht für die Bürger Serbiens sei.

Die Vereinigten Staaten hatten bereits am 10. Januar Sanktionen gegen den russischen Ölsektor verhängt und Gazprom Neft, dem Mutterunternehmen von NIS, eine Frist bis zum Donnerstagmorgen gesetzt, um sich von der Mehrheit an NIS zu trennen. Am Mittwoch gab Gazprom Neft bekannt, seinen Anteil an NIS reduziert zu haben, indem es etwa 5 % seiner Aktien an das Mutterunternehmen Gazprom übertrug. Diese Maßnahme könnte als Versuch gewertet werden, den Sanktionen zu entkommen, ohne die Kontrolle über das serbische Unternehmen ganz zu verlieren.

Die mögliche Aussetzung der Sanktionen stellt für Serbien eine Entlastung dar, da NIS etwa 80 % des inländischen Marktes für Rohöl und Gasderivate abdeckt. Ohne diese Ausnahmegenehmigung wäre das Unternehmen nicht in der Lage gewesen, Rohöl über den kroatischen Pipelinebetreiber Janaf zu importieren. Der serbische Staat hält zudem einen Anteil von 29,87 % an NIS, während der Rest von kleineren Aktionären gehalten wird.

Ob die Vereinigten Staaten die Umstrukturierung des Unternehmens langfristig akzeptieren werden, bleibt unklar, da Gazprom Neft nach wie vor ein Tochterunternehmen des russischen Energiegiganten Gazprom ist. Eine offizielle Stellungnahme der USA nach Ablauf der Frist steht noch aus.

USASerbienSanktionenÖl

Disclaimer