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Verius-Fonds vor dem Aus: Liquidation angekündigt

Anleger stehen vor potenziellen Verlusten, die bis zu 40% des Fondsvermögens betragen könnten

Verius-Fonds vor dem Aus: Liquidation angekündigt

In einem schweren Schlag für Investoren, insbesondere Versicherer und Pensionskassen, kündigte der Fondsmanager am Montag die "freiwillige Liquidation" des Verius-Immobilienfinanzierungsfonds an. Dieser Fonds, der über 1,2 Milliarden Euro wert ist, hatte Anleger dazu bewogen, in der Hoffnung auf hohe Renditen zu investieren, steht aber jetzt vor erheblichen finanziellen Schwierigkeiten. Den Anlegern werden "deutliche Abschläge" prognostiziert, was bedeutet, dass sie sich auf erhebliche finanzielle Verluste einstellen müssen.

Der Fonds geriet in die Kritik, als Berichte im Juni darauf hinwiesen, dass 70% der Wertpapiere, in die der Fonds investiert hatte, als ausfallgefährdet galten. Gutachter schätzten, dass im Falle einer Liquidation ein Verlust von bis zu 500 Millionen Euro oder 40% des gesamten Fondsvermögens eintreten könnte. Trotz dieser besorgniserregenden Berichte blieb der Fondsmanager bisher unerreichbar, und es bleibt abzuwarten, ob die "freiwillige Liquidation" tatsächlich stattfindet, um einen potenziellen Notverkauf der Vermögenswerte und den damit verbundenen Verlust zu verhindern.

Der Hauptfokus des Verius-Fonds lag auf riskanten und illiquiden nachrangigen Schuldverschreibungen von Immobilienprojektentwicklern aus Deutschland und Österreich. Seit dem letzten Jahr kämpft der Fonds jedoch mit einer tiefgreifenden Krise. Hauck & Aufhäuser Fund Services, das Unternehmen, das für die Verwaltung des Fondsvermögens verantwortlich ist, hatte den Fonds im November 2022 eingefroren, da mangels Liquidität keine Auszahlungen an die Investoren vorgenommen werden konnten.

Viele Anleger fühlen sich von den verantwortlichen Unternehmen, darunter Hauck & Aufhäuser und die Verius Capital AG, unzureichend informiert. Die Berechnung des Fondswerts wurde seit November ausgesetzt, und trotz der Bemühungen, externe Gutachter zur Bewertung des Immobilienportfolios zu beauftragen, bleibt die genaue finanzielle Lage des Fonds unklar.

Um die Sache noch komplizierter zu machen, haben viele Profianleger indirekt über sogenannte Credit-Enhancement-Strukturen in den Fonds investiert. Diese Wertpapiere sind festverzinslich und ihre Rendite hängt von den Auszahlungen des Fonds ab. Diese Investoren erhielten die schockierende Nachricht, dass einige dieser Anleihen, die im Januar 2024 fällig werden, nicht fristgerecht zurückgezahlt werden können. Darüber hinaus ist die Rückzahlung einer 2026 fälligen Anleihe erheblich gefährdet. Das bedeutet, dass sich Anleger auf erhebliche Verluste einstellen müssen und die Abwicklung des Fonds möglicherweise noch Jahre dauern wird.

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