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Verteidigungsaktien: Wo Anleger bis 2028 die höchsten Gewinne erwarten

Palantir führt das Wachstumsranking an – doch die spannendsten Chancen liegen bei kleineren Rüstungsunternehmen.

Verteidigungsaktien: Wo Anleger bis 2028 die höchsten Gewinne erwarten

Die großen US-Rüstungskonzerne haben im bisherigen Jahresverlauf enttäuscht. Als Gruppe blieben sie deutlich hinter dem breiten Markt zurück – und das, obwohl die geopolitische Lage weltweit für steigende Verteidigungsbudgets sorgt. Wer dennoch auf den langfristigen Wachstumstrend in der Rüstungsbranche setzen möchte, sollte laut einer aktuellen Analyse von MarketWatch genauer hinschauen – vor allem bei kleineren Unternehmen.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Branchengruppe Luftfahrt und Verteidigung im S&P 500 erzielte im bisherigen Jahr 2026 bis einschließlich Mittwoch eine Rendite von lediglich 5,5 Prozent. Der gesamte S&P 500 (SPX) legte im gleichen Zeitraum hingegen 10,9 Prozent zu – jeweils unter Berücksichtigung reinvestierter Dividenden, wie Daten des Finanzdienstleisters FactSet zeigen. Die Underperformance des Sektors ist damit erheblich.

Palantir an der Spitze – Small Caps mit dem größten Potenzial

Trotz der schwachen Gesamtperformance der Branche gibt es Lichtblicke. Palantir Technologies führt die Auswahl der Rüstungsunternehmen beim prognostizierten Wachstum bis 2028 an. Das Unternehmen, bekannt für seine Datenanalyse- und KI-Plattformen, die auch im Verteidigungsbereich eingesetzt werden, gilt als einer der klaren Wachstumsgewinner des Sektors.

Besonders interessant ist jedoch der Blick auf kleinere Marktteilnehmer. Laut der Analyse befinden sich unter den Unternehmen mit dem schnellsten erwarteten Wachstum in den nächsten zwei Jahren vor allem sogenannte Small-Cap-Aktien. Diese Unternehmen mit geringerer Marktkapitalisierung sind oft weniger im Fokus großer institutioneller Investoren – bieten aber potenziell überproportionale Renditechancen, wenn der Wachstumszyklus in der Branche tatsächlich einsetzt.

Langfristiger Wachstumszyklus als Argument für den Sektor

Mehrere Faktoren deuten laut der Analyse auf einen langen Wachstumszyklus in der Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie hin. Steigende Verteidigungsausgaben in vielen NATO-Staaten, geopolitische Spannungen und Modernisierungsprogramme bei Streitkräften weltweit schaffen strukturellen Rückenwind für die Branche. Für deutsche Anleger ist dieser Trend besonders relevant, da auch Deutschland seine Verteidigungsausgaben in den vergangenen Jahren deutlich erhöht hat.

Die kurzfristige Underperformance der großen Rüstungskonzerne muss dabei nicht zwingend ein schlechtes Zeichen sein. Oft hinken Sektoren dem breiten Markt in bestimmten Phasen hinterher, bevor sie bei einer Neubewertung aufholen. Anleger, die frühzeitig in Wachstumsunternehmen des Sektors investieren, könnten von einer solchen Aufholbewegung profitieren.

Für Privatanleger gilt dennoch: Small-Cap-Aktien sind mit höheren Risiken verbunden als Investments in etablierte Großkonzerne. Geringere Liquidität, höhere Kursschwankungen und eine oft weniger transparente Unternehmenskommunikation sind typische Merkmale dieses Marktsegments. Eine sorgfältige Analyse und breite Streuung des Portfolios bleiben daher unerlässlich.

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