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Virginias Gouverneurin vetot Cannabis-Gesetz trotz grundsätzlicher Unterstützung

Gouverneurin Spanberger begründet ihr Veto mit einem überstürzten Zeitplan und zu vielen geplanten Verkaufsstellen im Bundesstaat.

Virginias Gouverneurin vetot Cannabis-Gesetz trotz grundsätzlicher Unterstützung

Die demokratische Gouverneurin von Virginia, Abigail Spanberger, hat ihr Veto gegen ein Gesetz zur Legalisierung des Verkaufs von Marihuana zu Genusszwecken öffentlich begründet. Sie erklärte, die Reform grundsätzlich zu unterstützen, habe jedoch Bedenken hinsichtlich eines „überstürzten Zeitplans" sowie einer „aggressiv" zu hohen Anzahl an geplanten Verkaufsstellen im gesamten Bundesstaat. Das Veto sorgt in Virginia für erhebliche politische Diskussionen und hat bereits erste wirtschaftliche Konsequenzen.

So pausierte das Cannabis-Unternehmen Jushi eine geplante Betriebserweiterung in Virginia als direkte Reaktion auf das Veto der Gouverneurin. Die Redaktion des Virginian-Pilot bezeichnete das Veto als „erstaunlich", und auch ein Kritiker aus Virginia meldete sich öffentlich zu Wort, um die Entscheidung Spanbergers zu bemängeln.

Cannabis-Debatte in weiteren US-Bundesstaaten

Auch in Pennsylvania sorgt das Thema Cannabis-Legalisierung für Schlagzeilen. Der republikanische Kandidat für das Amt des Vizegouverneurs, Jason Richey, bezeichnete eine mögliche Legalisierung von Marihuana als „katastrophal". Er argumentierte, eine Legalisierung würde den illegalen Markt vergrößern, die Schaffung von Arbeitsplätzen untergraben und der öffentlichen Gesundheit schaden. „Arbeitgeber wollen nicht in den Bundesstaat kommen, weil sie keine Belegschaft unter Drogeneinfluss wollen. Trunkenheitsfahrten oder beeinträchtigtes Fahren nehmen zu, psychische Probleme nehmen zu, Notaufnahmebesuche nehmen zu. Ich meine, wer will das?", so Richey wörtlich.

Auf Bundesebene ergriff die Drug Enforcement Administration (DEA) Durchsetzungsmaßnahmen gegen nicht lizenzierte Marihuana-Verkaufsstellen in New York. Zudem erhielt ein Gesetzentwurf des Repräsentantenhauses zur Aufhebung einer Regelung, die den Drogenbeauftragten des Weißen Hauses verpflichtet, sich gegen die Legalisierung von Marihuana auszusprechen, einen neuen Mitunterzeichner – womit nun insgesamt zwei Abgeordnete den Entwurf unterstützen.

Zölle belasten die Cannabis-Branche

Ein weiteres zentrales Thema ist die wirtschaftliche Belastung der Cannabis-Branche durch Zölle. Justin Leiby, der eine jährliche Umfrage unter Unternehmen für das Illinois Cannabis Regulation Oversight Office durchführt, argumentiert in einem Gastbeitrag, dass die Kostensteigerung durch Zölle „den Großteil der Vorteile aus der Entlastung von der 280E-Steuerstrafe zunichtemacht". Die Auswirkungen treffen dabei bestimmte Sektoren der Branche besonders hart. Der sogenannte 280E-Paragraph des US-Steuerrechts untersagt Cannabis-Unternehmen bislang den Abzug vieler Betriebsausgaben, was die Branche gegenüber anderen Industrien stark benachteiligt.

Auch das Thema Psilocybin gewinnt an Dynamik: Der Anwalt eines Arztes, der einen scheinbar ins Stocken geratenen Antrag auf Neueinstufung von Psilocybin eingereicht hatte, forderte in einem Brief an das Justizministerium (DOJ), die Reform angesichts der Exekutivverordnung von Präsident Donald Trump zu Psychedelika „umgehend voranzutreiben". Die Direktorin des National Institute on Drug Abuse, Nora Volkow, erörterte unterdessen das therapeutische Potenzial von Psychedelika und berichtete von ihrem Besuch in einer Ibogain-Klinik.

Wissenschaft und Gesundheit: Neue Studienergebnisse

Aktuelle Forschungsergebnisse liefern neue Erkenntnisse zur medizinischen Nutzung von Cannabis und Psilocybin. Eine Studie ergab, dass ein Viertel der Patienten mit Arthritis bereits Cannabis konsumierte und viele Betroffene Cannabis als wirksame Option zur Schmerzbehandlung betrachteten. Eine weitere Untersuchung kam zu dem Schluss, dass eine Psilocybin-gestützte Therapie „ein vielversprechender Forschungsansatz für depressive Störungen zu sein scheint, mit schnellem Wirkungseintritt und möglichem mittelfristigem Nutzen bei einigen Patienten".

Auf staatlicher Ebene sprach Marylands Gouverneur Wes Moore auf einer Konferenz des Center for American Progress über seine Massenbegnadigungen im Zusammenhang mit Marihuana. In Illinois brachten Abgeordnete Gesetzentwürfe zur Überarbeitung verschiedener Cannabis-Regeln ein. Die Regulierungsbehörden in Minnesota setzten den Testbetrieb in einem Cannabis-Labor aus, da dieses angeblich Sicherheits- und Testanforderungen nicht erfüllt habe. In Boston, Massachusetts, wird vom 15. bis 21. Juni die Cannabis Empowerment Week gefeiert.

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