ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

VIX steigt trotz Rekordhoch: Was das Angstbarometer verrät

Der S&P 500 erreicht neue Höchststände, doch das Angstbarometer VIX steigt mit – ein ungewöhnliches Signal für Anleger.

VIX steigt trotz Rekordhoch: Was das Angstbarometer verrät

Am Optionsmarkt zeigt sich derzeit ein ungewöhnliches Phänomen. Der S&P 500 erreichte am Donnerstagmorgen Rekordhöhen, doch der Cboe Volatility Index (VIX) – das sogenannte Angstbarometer der Wall Street – verharrte hartnäckig nahe der Marke von 20. Das ist bemerkenswert, denn der VIX notiert damit höher als noch vor fünf Tagen, als der S&P 500 rund 100 Punkte tiefer gehandelt wurde.

Normalerweise bewegen sich Aktienkurse und VIX in entgegengesetzte Richtungen: Steigen die Kurse, fällt die Volatilität – und umgekehrt. Lediglich in etwa 20 Prozent der Zeit laufen beide Indikatoren im Gleichlauf. Hält dieses Muster jedoch länger als nur wenige Tage an, ist das ein Signal, dass unter der Marktoberfläche bedeutsame Entwicklungen im Gange sind.

Zwei Erklärungen für das ungewöhnliche Marktverhalten

Eine mögliche Erklärung ist, dass Anleger den neuen Rekordständen schlicht misstrauen. Sie sichern sich gegen Risiken ab – darunter geopolitische Spannungen rund um den Iran-Konflikt sowie Unsicherheiten beim Rohölpreis. Sollte dies der Fall sein, warnen Marktbeobachter vor kurzfristigen Rücksetzern im Index, sobald die realisierte Volatilität zur impliziten Volatilität des VIX „aufschließt".

Eine bullischere Interpretation hingegen verweist auf das Verhalten im Optionshandel rund um die laufende Quartalssaison. Demnach sind Händler bereit, teure Prämien für Call-Optionen auf Einzelaktien zu zahlen, die starke Aufwärtsbewegungen verzeichnen. Besonders im Fokus stehen dabei Halbleiter- und Technologiewerte, die die aktuelle Rallye anführen.

Halbleiter-ETF und Marvell Technology im Mittelpunkt

Ein konkretes Beispiel liefert der VanEck Semiconductor ETF (SMH): Die gesamte Call-Prämie liegt dort um 25 Prozent höher als bei den Puts – obwohl das Put-Volumen insgesamt größer ist. Das zeigt, wie stark die Nachfrage nach Aufwärtsabsicherungen in diesem Segment ist.

Noch deutlicher wird der Optimismus am Beispiel des Chipherstellers Marvell Technology. Die Aktie hat sich seit den Quartalszahlen im vergangenen Monat bereits verdoppelt. Dennoch investierte ein Händler 2,4 Millionen US-Dollar, um knapp 1.700 Kontrakte mit Fälligkeit am 18. Juni zu einem Basispreis von 180 US-Dollar zu kaufen – in der Erwartung einer weiteren Kursrallye von rund 10 Prozent.

Dieser ausgeprägte Enthusiasmus im Optionsmarkt hält die Optionspreise insgesamt auf einem hohen Niveau. Das könnte erklären, warum der VIX so beharrlich auf seinem erhöhten Niveau verweilt, obwohl die Aktienmärkte gleichzeitig neue Höchststände markieren. Für deutsche Privatanleger bedeutet das: Die Stimmung an der Wall Street ist gespalten – zwischen Rekordoptimismus bei Technologiewerten und gleichzeitiger Vorsicht gegenüber makroökonomischen Risiken.

VIXS&P 500VolatilitätOptionsmarktAngstbarometerMarvell TechnologyHalbleiter Etf

Disclaimer