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World Gold Council und Ghana formalisieren handwerklichen Goldbergbau gemeinsam

Eine Absichtserklärung soll illegale Goldströme bekämpfen, Lieferketten verbessern und Kleinschürfer in formelle Strukturen integrieren.

World Gold Council und Ghana formalisieren handwerklichen Goldbergbau gemeinsam

Der World Gold Council und die Regierung von Ghana haben eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet, um den handwerklichen und kleingewerblichen Goldbergbau – kurz ASGM (Artisanal and Small-Scale Gold Mining) – zu formalisieren. Die Vereinbarung wurde über das ghanaische Ministerium für Land und natürliche Ressourcen geschlossen und zielt darauf ab, die Integrität der Lieferkette zu stärken sowie illegale Finanz- und Goldströme wirksam zu bekämpfen.

Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht der Aufbau eines nationalen Netzwerks verantwortungsbewusster Goldverarbeitungsanlagen. Dieses Netzwerk soll Kleinschürfer dazu ermutigen, ihr Gold über formelle Kanäle zu liefern – ein entscheidender Schritt, um den informellen und oft unkontrollierten Sektor in geregelte Bahnen zu lenken.

Konkrete Maßnahmen und erster Förderzuschuss

Als unmittelbaren ersten Schritt hat der World Gold Council einen Entwicklungszuschuss in Höhe von 250.000 US-Dollar zugesagt. Diese Mittel sollen die Registrierung von Genossenschaften im Rahmen des ghanaischen Programms für verantwortungsvollen genossenschaftlichen Bergbau und Kompetenzentwicklung – bekannt unter dem Kürzel rCOMSDEP – unterstützen.

Die Zusammenarbeit der Partner umfasst mehrere Bereiche:

  • Entwicklung von Richtlinien und branchenweiten Standards
  • Kapazitätsaufbau für lokale Akteure im Bergbausektor
  • Technologien zur Rückverfolgbarkeit und Herkunftsüberprüfung von Gold
  • Ausbildungs- und Bildungsinitiativen für handwerkliche Bergbaugemeinden

Das MoU verfolgt damit einen ganzheitlichen Ansatz, der wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele miteinander verbindet. Neben der Marktintegrität stehen ausdrücklich auch der Umweltschutz und das Wohlergehen der betroffenen Gemeinden im Fokus.

Stimmen aus Politik und Industrie

Ghanas Minister für Land und natürliche Ressourcen, Emmanuel Armah Kofi Buah, betonte die transformative Bedeutung der Partnerschaft für sein Land. „Durch die Zusammenarbeit mit dem World Gold Council verstärken wir unsere Bemühungen, die Formalisierung des ASGM-Sektors zu verbessern, schädliche Praktiken zu eliminieren und sicherzustellen, dass die Vorteile der Goldressourcen Ghanas unseren Gemeinden und unserer Nation als Ganzes zugutekommen", erklärte er.

David Tait, CEO des World Gold Council, hob Ghanas Führungsrolle bei der Bewältigung der Herausforderungen im handwerklichen Bergbau hervor. „Dieses MoU bietet eine starke Plattform für die Zusammenarbeit, die staatliche Führung, internationale Standards und Branchenexpertise vereint, um den Aufbau einer vertrauenswürdigen, transparenten und verantwortungsvollen ASGM-Wertschöpfungskette zu unterstützen, die Bergleuten, Gemeinden und Märkten gleichermaßen zugutekommt", so Tait.

Bedeutung für den globalen Goldmarkt

Ghana zählt zu den bedeutendsten Goldproduzenten Afrikas und der Welt. Der handwerkliche und kleingewerbliche Bergbau spielt in dem westafrikanischen Land eine erhebliche wirtschaftliche Rolle, ist jedoch häufig mit illegalen Praktiken, Umweltschäden und mangelnder Transparenz verbunden. Internationale Käufer und Investoren legen zunehmend Wert auf eine lückenlose Herkunftsnachverfolgung – sogenannte „Responsible Sourcing"-Standards – was den Druck auf Förderländer erhöht, ihre Lieferketten zu regulieren.

Die Partnerschaft zwischen dem World Gold Council und Ghana könnte daher als Modell für andere goldproduzierende Länder dienen, die ähnliche Herausforderungen im ASGM-Sektor bewältigen müssen. Für Anleger und Marktteilnehmer signalisiert das Abkommen eine wachsende Bereitschaft, Transparenz und Verantwortung entlang der gesamten Goldlieferkette zu verankern.

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